Aufsatz 
Stereometrisch-trigonometrische Übungen aus der Gnomonik / [Julius] Hartmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Für i=(90 p) wird sinw= o; d. h. die Sonne tritt stets Morgens 6 Uhr auf die Südseite der Uhr.

Ist i=+(90) so wird sinw negativ. Die Sonne tritt vor 6 Uhr Morgens auf die Südseite.

VI. Uhrflächen, die um die Vertieallinie gedreht sind. Abweichende Mittagsuhren.

40. Die verticale Uhrfläche schneidet den Horizont in einer Linie, welche von der West- ostlinie d Grade(vom Westpunct gegen Norden gezählt) abweicht.

4l. Das Zeigerdreieck fiel bei der Horizontal- und Mittagsuhr mit der Merianebene zusammen und stand zugleich senkrecht zur Uhrfläche. Diese beiden Eigenschaften lassen sich hier nichtmehr vereinigen. Behalten wir blos die letztere, das Senkrechtstehen zur Uhr bei,(indem sonst das Zeigerdreieck, in der Meridianebene liegend, hier oft sehr schief zur Uhr zu stehen käme) eine Bestimmung, der wir auch schon stillschweigend in 33 und 38 gefolgt waren.

42. Sei(Fig. 16) SW0O die Horizontalebene; W0 die Westost-, SM die Mittagslinie; VM die Verticale; UFOW die Uhr; OW ihr Horizontaldurchschnitt; Winkel WMW= d; SV die Weltaxe; SN eine Senkrechte von S auf die Uhr. Dann ist VN der Neigungsschenkel, SVN= s der Neigungswinkel der Axe gegen die Uhr oder der Winkel des Zeigerdreiecks. Der Winkel MVN==N gibt die Ab- weichung des Neigungsschenkels von der Zwölfuhrlinie VM an.

43. Um s zu bestimmen, so ist sins= SN, wenn SV= 1 genommen wird und da, wie leicht zu sehen, Winkel MSN= d wird, so ist SN= SM cos d also:

(18) sins= cos cos d. MN cosp sind

Für z aber hat man igz= 5 vi V sin g

sin d

19) 1g

(19) 19 79

44. Die Uhrzeit des Neigungsschenkels zu bestimmen müssen wir den Neigungswinkel der

Meridian- und Neigungsebene, a, ermitteln. Dieser erscheint im Aequator QWO als

Linienwinkel MOE, wenn MO der Durchschnitt des Aequators mit dem Meridian, QE

mit der Neigungsebene ist. Nimmt man E in der W0, so ist EMQ= 900 also

EM 13

tga=. Nun liegt aber E zugleich in der verlängerten S N(denn es liegt in

der WO, also in der Horizontalebene, aber auch in der Neigungsebene weil im

Durchschnitt des Aequators mit der Neigungsebene, also im Durchschnitt der Hori- zontal- und Neigungsebene, SN); demnach ist

2*