10 34. Die Ostfläche zeigt die Vormittags-, die Westfläche die Nachmittagszeiten.
35. Die Horizontal-, Morgen- und Abend-, Mittags- und Mitternachtsuhr findet man öfters auf den Seiten eines Würfels angebracht.
V. Uhrflächen, die um die Westostlinie gedreht sind. Geneigte Mittagsuhren.
36. Die Uhrfläche schneidet den Horizont in der Westostlinie und ist gegen die verticale Mittagsuhr um den Winkel i geneigt. Dann ist der Neigungswinkel der Weltaxe gegen die Sü dseite der Uhr
(13) s=(90— G)+† i wenn die SV über dem Horizont auf der Südseite der Mittagsuhr(in G Fig. 12); (14) s=(90— †)— i wenn die Weltaxe über dem Horizont auf der Nordseite der Mittagsuhr;— (15) s= 1—(90—) gegen die Nordseite der Uhr,
wenn die Weltaxe unter dem Horizont,(in G Fig. 14) geschnitten wird.
Wir brauchen aber blos eine dieser Formen z. B.(14) als für die drei Fälle passend anzugeben, wenn wir noch bestimmen, dass i auf der Sü dseite der Mittagsuhr nega- tiv, und für den 3ten Fall auch s negativ bezeichnet werden solle.
37. Das Stundenprisma von einer solchen Fläche durchschnitten gibt wieder das gleich- schenkelige Dreieck LRM mit der bekannten Eintheilung seiner Seiten, und dem
characteristischen Winkel aus
. GR 0M Ig= 8—.——. 016) t,X= sins= Gr d M 38. Ist i=— 900, so haben wir die Horizontaluhr, nach(14): s= 180—(Vergl.(2)] Ist i=— F, so entsteht die Aequatorealuhr, nach(14): s= 90
Ist i= 0, so ist es die Mittagsuhr, nach(14): s= 90—
Ist i=+(90—) so wirds= 0. Die Uhrfläche wird der Weltaxe parallel, im Abstand des Stundencylinderradius. Das Zeigerdreieck wird wieder zum Rechteck. Vergl. 33 und Fig. 13, welche die Uhr darstellt.
39. Fragt man, wann die Sonne auf die Südseite einer solchen Uhr tritt, so kann man die Betrachtungen in 29 wiederholen, wo Alles bleibt, nur dass B seinen Ort ändert. Nach Fig. 15 ergibt sich dann
BC= sind tgs und
(17) sinuw= lg d tgs(Vergl.(10) und(7)


