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Die Zwölfuhrlinie QM liegt in der Meridianebene. Dies ist bei allen Lagen der
Uhrfläche der Fall.
8. Die Uhr aufzustellen schneidet man sie in 3e Nins Wo senkrecht zur Zwölfuhrlinie QM ab, bringt die WO auf einer Horizontalebene HIOW’mit der wahren Westostlinie zusammen und gibt der Fläche eine Neigung gegen den Horizont, gleich der Aequator- höhe, d. h. gleich dem Complement der Polhöhe oder der geographischen Breite des Auſstellungsortes.
9. Da die Sonne vom 21. Merz bis 23. Septbr. nördlich, vom 23. Septbr. bis 21. Merz
sildlich vom Aequator sich befindet, wird man beide Seiten der Uhrplatte mit Uhrlinien versehen, und den Stift durchgehen lassen, um für die Sommermonate die obere, für das Winterhalbjahr die untere Fläche als Uhr zu gebrauchen.
II. Horizontaluhr.
10. Die Uhrebene HOW(Fig. 3) stehe horizontal. Der Neigungswinkel des Schatten- stiftes SQ gegen die obere Fläche der Uhr ist gleich der Polhöhe S,
(2) 8= 5. Der Neigungsschenkel— auch Substilarlinie genannt— ist die Mittagslinie SM; die Ebene des Neigungswinkels also die Meridianebene. Die Zwölfuhrlinie SM fällt mit dem Neigungsschenkel und der Mittagslinie zusammen.
11. Denkt man sich die Aequatorealuhr dabei(Fig. 3), wie sie die Horizontaluhr in der Westostlinie durchschneidet, so werden in unserer Uhr die Uhrlinien von S nach den Puncten gehen, in welchen die betreffenden Uhrlinien der Aequatorealuhr die W O treffen, weil die Stundenehenen, durch SQ und die Aequatorealuhrlinien gehend, die Horizontal- ebene in den erwähnten Geraden durchschneiden. 4
12. Wollen wir, um die Lage der Schattenlinien zu bestimmen, z. B. die Winkel MSI, MS2 u. s. w. berechnen, so haben wir, wenn wir die(hernach beliebige) SM= 1 nehmen,
1) OM= sin 2) MI= sin. 1g 150°; aber auch 3) M1= tg MSI; also aus 2) u. 3), 4) tg MSI= sin p. tg 15; überhaupt (3) tgu= Sin.. tg h wenn u den Winkel der Zwölfuhrlinie mit 8 fraglichen Uhrlinie auf der Ilorizontal- uhr, h den analogen Winltel auf der Aequatorealuhr bezeichnet.
13. So findet sich z. B. bei= 520:


