Aufsatz 
Erläuterungen zu Racines Phädra : 1. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

Turnspiele haben, wie bisher, im Sommersemester am Sonnabend Nachmittag unter Leitung der Oberlehrer Baumann und Dr. Fischer stattgefunden. Unter den Schülern der Anstalt sind augenblicklich 200 Freischwimmer(= 51% der Gesamtzahl der Schüler); von diesen haben 26 das Schwimmen erst im letzten Sommer gelernt. Pfingsten unternahmen eine Anzahl Schüler der oberen Klassen unter Führung des Oberlehrer Dr. Habel eine mehrtägige Turnfahrt ins Glatzer Gebirge, zu der der Glatzer Gebirgsverein eine Unterstützung von 200 M. freundlichst bewilligt hatte, die 10 Schülern zugute kamen.

II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden.

24. September 1896. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium ordnet an, daß kein Schüler weniger als zwei freie Nachmittage haben solle.

28. Oktober. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium fordert Bericht über die verschiedenen in den letzten 10 Jahren in Anwendung gekommenen Arten von Schulbänken.

17. November. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium fordert Bericht über die Teilnahme am Zeichenunterrichte.

15. Januar 1897. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium genehmigt die Einführung der Rechenbücher von Harms und Kallius an Stelle der bisherigen von Blümel.

8. März. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium verfügt infolge einer Ministerialverfügung vom 4. März, daß Schülern, die aus der Unter-Sekunda abgehen, in das Zeugnis geschrieben werde, ob, resp. wie oft sie sich der Abschlußprüfung unterzogen haben.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr umfaßte den Zeitraum vom 15. April 1896 bis zum 13. April 1897.

Von den sechs nationalen Gedenktagen, welche nach Allerhöchster Bestimmung gefeiert werden sollen, wurden die übrigen in herkömmlicher Weise durch Ansprachen der Lehrer in den einzelnen Klassen oder durch Gesang des Schülerchors und Deklamationen von Schülern, der Tag von Sedan und Kaisers Geburtstag durch Festreden der Oberlehrer Speck und Malberg gefeiert. Mit ganz besonderer Feierlichkeit wurde nach Allerhöchster Bestimmung und besonderen Verfügungen der Königlichen und städtischen Behörden der hundertjährige Geburtstag des Gründers des neuen Deutschen Reiches, Kaiser Wilhelm's I., begangen. Am 21. Januar wohnte ein großer Teil der evangelischen Schüler an besonders dazu angewiesenen Plätzen dem Festgottesdienste in der St. Bern- hardin-Kirche bei. Am Abend desselben Tages war den Primanern frei gestellt, sich an dem von der Stadt veranstalteten Fackelzuge zu dem Kaiser-Denkmale zu beteiligen, wovon mehrere mit Erlaubnis ihrer Eltern Gebrauch machten. An dem Hauptfesttage, dem 22. März, fand in der Aula des Gymnasiums ein feierlicher Aktus statt, bei welchem der Schülerchor die vorher eingeübten Gesänge vortrug und die Festrede Herr Oberlehrer Dr. Fischer hielt. Nach derselben verteilte der Direktor 6 von der Patronatsbehörde und 4 von einem ehemaligen Schüler, der nicht genannt zu werden wünscht, zur Verteilung an die besten Schüler der oberen Klassen bestimmte Exemplare des Werkes von OnckenUnser Heldenkaiser und 50 durch das Königliche Provinzial-Schulkollegium von der Verlagsbuchhandlung geschenkte Exemplare des künstlerisch ausgestatteten Faksimiledruckes der von Kaiser Wilhelm l. genommenen Abschrift des Becker'schen Rheinliedes. Am dritten Festtage,