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800. Fais bpriller à ses yeux le trône dArménie Créb. Rhadamisthe 1, 5.— Antoine faisait luire à ses yeux(de César) cette couronne tant convoitée Gaston Boissier.
801. Prenez le sceptre en main, mettez-vous sur le front Le royal diadème ainsi que les rois font R. Garnier, Hipp. 1359.
sacré diadème Mith. 1456; Esth. 602; Ath. 1206. In der Bedeutung„geweiht, gesalbt, heilig“ steht sacré in der neuern Sprache hinter dem Hauptwort, mit Ausnahme einiger festen Verbin- dungen, wie sacré cœur, le sacré collège= Kardinalkollegium; sacrée faculté= theologische Fakultät; sacrée Majesté, Titel der deutschen, später österreichischen Kaiser. Sonst ist jetzt sacré vor dem Substantiv ein arges Scheltwort,„verwünscht, verflucht“. In früherer Zeit wurde sacré nicht bloß in der Dichtung gern vorangestellt; dies ist auch bei Racine der Fall; wenn bei ihm sacré hinter dem Hauptwort steht, so lassen sich auch Gründe des Versbaues oder des Wohlklangs dafär anführen. Wegen der Cäsur war die Stellung geboten Esth. 649 Sur ce trône sacré qu'environne la foudre; Esth. 1260 im zehnsilbigen Vers mit Cäsur nach der vierten Silbe Préètres sacrés, préparez vos can- tiques. Wenn es Ath. 1749 heißt de nos sacrés parvis, dagegen ib. 1101 de ses parvis sacrés; ib. 1081 à ses desseins sacrés; ib. 1178 sur son front sacré, so sollte die unmittelbare Aufeinander- folge der scharfen s vermieden werden. Vergleicht man ferner Esth. 830 au nom du sacré nœud mit Baj. 449 et par le nœud sacré so wird man finden, daß dieser letzte Halbvers durch Umstellung des
sacré rhythmisch ungegliedert wurde.— sacrées kann natürlich nur am Versende gebraucht werden, sacrée nur vor vokalischem Anlaut, wo es im Versinnern verwendet werden soll. 805. vgl. 1654.— vouloir bien steht im Sinne von consentir à.
807. vgl. zu 438.— 808. accès figürlich: Eingang, Gehör.
809. Statt peins-lui hat die letzte Ausgabe von 1692 plains-lui. Die starke Alliteration des Verses wird dadurch noch gesteigert; doch dürfte die Lesart auf einem Druckversehen beruhen. Die Konstruktion wäre ganz ungewöhnlich und anderswo schwerlich zu belegen, während der Gebrauch von peindre ganz ohne Anstoß ist. Crébillon hat wohl unsere Stelle im Sinne gehabt in Sémiramis 1, 5, wo die Königin ihre Vertraute bittet dem Agenor ihre Liebe zu verkünden: Peins-lui si bien le feu qui dévore mon cœur.. Et si l'amour pour moi n'avait rien à lui dire, Tente du moins son cœur par l'offre de rempire. Ahnlichkeit zeigt auch Th. Corn., Le comte d'Essex 3, 2; Elisabeth sendet ihre Vertraute zu dem Grafen: Peins-lui mon cœur... Du soin de mon amour fais ton unique soin... Presse, prie, offre tout pour fléchir son courage.
810. Non ego dedignor supplex humilisque vocari schreibt Phaedra dem Hipp. Ov. Her. 4, 149.
811. avouer qn de tout= approuver, confirmer...
816. Dieser Vers zeichnet sich durch die vielfache Alliteration mit t aus, zu der noch die mit p hinzukommt.— Der Pfeil ist sonst nicht Abzeichen der Aphrodite, sondern des Eros, aber auch Euripides legt ihn der Gôttin bei; vgl. Medea 632 f.; Hipp. 534 ed. Barthold.
821. Son nom semble offenser ses superbes oreilles. vgl. Heliodor, Aethiop. 3, 17 ex. ACOον: UIV α* Tοv τινιααςνοοσα ἀν HLæενοες ενeνμμαάοος.
823. Zart und zurückhaltend ist der Wunsch: Qu'il aime, wofür ein minder feinsinniger Dichter qu'il m'aime geschrieben hätte, das der Vers gut verträgt. In ihrer Bethörung kann es Phädra nicht fassen, daß die Leidenschaft der Liebe, von der sie selbst völlig beherrscht ist, von einem andern Sterblichen so machtlos abprallen sollte; dieses Gefühl verschärft ihre Qual; darum fleht sie die Göttin an, deren grenzenloser Macht sie verfallen ist, auch jenen stolzen Mann zu besiegen. Sie weiß nicht, daß auch Hippolyt in Liebesbanden liegt, und die Kunde hiervon soll späterhin ihre Pein noch steigern.
825. Statt des unpersönlichen il faut wird man im Deutschen das persönliche Verb wählen müssen; denn„man muß“ oder„es ist nõtig“ wäre ganz geschmacklos.


