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691. Persönlich wäre die Konstruktion tes yeux suffisent, vgl. 902; aber nach dem unpersön- lichen il suffit steht das substantivische logische Subject mit de, wie entsprechend der Infin. mit de gebraucht wird: il suffit de me regarder.
692. Hierin liegt eine Bühnenweisung für den Schauspieler; voll Entsetzen über das furcht- bare Geständnis der Stiefmutter wagt Hippolyt gar nicht, sie fest anzublicken.
693. Im neuen Frz. würde te vor faire stehen.— 695. tremblante vgl. 395.
700. du héros ist von fils abhängig, nicht von digne; das zeigt die Stellung des Beiworts; 755. 1527; vgl. dagegen Ath. 497 Tremble, m'a-t-elle dit, fille digne de moi.— jour ist in gewöhn- licher Übertragung: Licht, Leben.
702. La veuve de Thésée nennt sie sich, nicht l'épouse; aber ihre Liebe erscheint ihr doch als ein ungeheures Greuel im Gegensatz zu Oenones Worten 350. Votre flamme devient une flamme ordinaire, zu denen Kirschstein auf Sophokles Trachinierinnen verweist, wo der sterbende Herakles verlangt, daß Hyllos Deianeira heirate.— Phädras Abscheu wird aber bald wieder von ihrer Leidenschaft verdrängt, vgl. 768— 772.
703. monstre affreux findet sich auch sonst, bei Segrais, Boileau.— 705. f. impatient, vgl. 542.
706. je le sens qui s'avance= je le sens s'avancer.„Zuweilen ist der Attributivsatz zugleich Objekt des vorhergehenden Zeitworts, einem Akkusativ mit dem Ünfinitiv gleich.“ Hölder 432.
709. si.. ta main serait trempée. Das Konditionnel nach si erklärt sich in diesem Satze daraus, daß er, obgleich Bedingungssatz, doch eigentlich auch Hauptsatz zu einem nicht ausgedrückten untergeordneten Nebensatze mit si ist; also: si ta main serait trempée d'un sang trop vil, si tu me frappais= Wenn aber, falls du mich tõötetest, du deine Hand beflecktest, so gieb mir dein Schwert, damit ich selbst mich strafe. S. Mätzner, Hölder.— Mit dieser Stelle vgl. R. Garnier Hipp. 1482 ff.
710. au défaut de oder à défaut de ohne Unterschied des Sinnes= in Ermangelung, wo nicht. Sie reißt ihm das Schwert von der Seite und behält es in der Hand.— Man vergleiche übrigens auch Corn. Théodore 3, 3, 909 ff., wo die Heldin den Placide, der sie liebt, bittet, ihr sein Schwert zu leihen, damit sie sich töte.—
712 f. Der vierfache, eindringliche Imperativ verstärkt die Wirkung der hastigen Mahnung; vgl. Mith. 1265 allez, courez, vivez enfin, Et du moins attendez.
717. Der zweite Halbvers ist= Bér. 775.
720. enseveli, 1081.— Heureux, si je pouvais ensevelir de même dans un profond oubli cet oubli de moi-même Brueys, Lisimacus.
724. avoir le dessus findet sich nur hier in der Racineschen Dichtung; bei Corn. wird es von Volt. als trop populaire getadelt.
726. rénes ist eine beliebte Metapher; dafür bei Ronsard auch brides. De P'Etat en ses mains ai-je remis les rénes? Houdart de la Motte, les Machabées.
729. vouloir= behaupten, sagen, meinen 1113. Le bpruit est grand et l'auteur incertain. Tous veulent qu'il soit mort Corn. Othon 5, 3, 1657.
731. qui Ty cherchai, je sais. Das passé défini steht hier wohl nur aus Not statt des im Vers umöglichen l'y ai cherché. Vgl. zu 297.
735. quelque prix qu'il m'en coùũte Baj. 834; Iph. 277. Bei dem unpersöõnlich gebrauchten Verb coũter steht regelmäßig en, beim persönlichen steht es nicht; 454. Ausnahmen giebt es in beiden Fällen: Coũtat-il tout le sang Andr. 285; de peur que le prix qui lui en couëterait ne diminue peaucoup le prix Rac. Lettres 7, 241, no. 173; ‚qu'il lui en“ könnte man vermuten, aber Racines Hand- schrift zeigt ganz deutlich: le prix qui luy en cousteroit.
737. Les honneurs sind die Abzeichen der königlichen Würde.
739. flatter= Hoffnung erwecken, schmeichelnd trösten; vgl. 1471.— Schiller übersetzt den Vers nicht; er hat ihn wohl übersehen. Bei flatter zeigt sich derselbe Übergang von der ursprüng-


