Aufsatz 
Erläuterungen zu Racines Phädra : 1. Teil
Entstehung
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401. ton espoir frivole Ath. 1710; die Stellung des Beiworts ist beliebig und meist vom Verse abhängig.

405. froideurs etwa Kälte, Kaltsinn. récite 83.

407. Das Subj. des gérondif ist aus dem adj. poss. des acc.ma curiosité zu entnehmen. Vgl. 234.

408. Der zweite Halbvers ist schleppend, weil außer im Reim keine Silbe rhythmisch betont ist; vgl. meine Darlegung in der Zeitschr. für neufr. Spr. 2, 259 f.

409. présence etwaAuftreten;= air, contenance; diese Bedeutung ist veraltet.

410. se confondre ist im Sinne vonverwirrt werden nicht mehr gebräuchlich, dafür sagt man se troubler.

411. Haesit et in vultu constitit usque tuo, Ov.

413 f. Lamour envers les femmes est un de ces outrages dont la parole offense plus que le coup, c'est un outrage que nul n'a honte de faire, pourvu que le nom lui en soit caché DUrfé, Astrée l. 6.

415. Que 158. Noch kühner ist die Wendung Votre cœur me contait son audace nouvelle Bér. 783.

418. la vie est le jouet du sort Rons.; tristes jouets du sort Volt., Zaire 2, 1. V. 417, 418. haben stark assonierende Cäsuren, was sonst gemieden wird. 369 f.

419. Vgl. 1245. Mon cœur se nourrit de gémissements übersetzt Rac. 6, 220 aus Aschylus droοε οαstar Kéap.

421. reste 51. 422. aux fureurs de la guerre Malh. Corn.

423 ff. En la fleur et beau printemps de son âge Gréèvin; Les princes, l'espérance et l'appui du trône, moissonnés à la fleur de leur âge Massillon; und possenhaft spöttisch Pauvre charbonnière! moissonnée à la fleur de l'âge Labiche. jeune saison, vieille saison werden dichterisch öfter gebraucht für Jugend, Alter; vgl. flore aetatis; dv ⁸ος ⁷1%, Gας; rsevas äydos nas Alc.

424. Wirkungsvoll ist das Objekt des Satzes durch Enjambement an den Anfang dieses Verses gestellt. Ein solches Ubergreifen eines Alexandriners in den folgenden, wobei ein wesentlicher Satzteil in den Anfang des nächsten Verses verschoben wird, ohne daß dieser zweite Vers dadurch ganz ausgefüllt ist, war in der franz. klassischen Metrik nur in zwei Fällen gestattet; erstens dann, wenn das Satzglied dem Sinne nach besonders hervorgehoben werden soll oder auch eine rhyth- mische Tonmalerei bezweckt wird; zweitens, wenn durch Abbrechen der Rede hinter jenem Satz- gliede eine längere Pause entsteht; vgl. 1446.

425. moissonner wird in der klassischen Zeit vielfach übertragen gebraucht; die ursprüng- liche Bedeutung war oft nicht mehr gefäühlt, z. B. schon bei R. Garnier, Troade 546 Mille flammes nos saints temples moissonnant. tout steht im Sinne von tous, ist aber stärker als das masc.

425 f. La terre humectée but à regret le sang. Zu Aschylus Choeph. 64 f. 8t alud'eειοεv one ovos.. hat Rac. die Obersetzung gefügt le sang que la terre a bu est un vengeur.. 6, 220; vgl. auch Eum. 980 οοοσα μ̈6ν ελαν εα; Soph. OR. 1398 f.

428. soupirer pour qu. war schon früher im Gebrauch fürverliebt sein, um Liebe werben; das Subst. soupir heißt demnachLiebesseufzer, Liebe.

429. de la sœur les flammes téméraires= die verwegene Liebe der Schwester= die Schwester in verwegener Liebe. Der Sinn ist: Theseus fürchtet, daß, wenn Aricia heiratet, ihre Söhne den Unter- gang ihrer Oheime, des ganzen mütterlichen Hauses rächen würden. Dem Plural fl. tém. hat Rac. hier des Reimes wegen gewählt; ebenso Bér. 728.

436. Die Wiederholung von mes yeux scheint hier ziemlich unnötig; weit eher verdiente son fils hervorgehoben zu werden: gesehen hatte ich noch nicht seinen Sohn.

438. beauté: vantée. Leoninischer Reim wird sonst gemieden. 807.