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c) Leſen. Logiſches und declamatoriſches Leſen proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus⸗
Kieffer's Viertem Leſebuch. Vortrag memorirter Gedichte. 1 Stunde nliieubüih Helm.
d) Schönſchreiben. Außer der Behandlung des beim Unter-⸗Curſus angedeuteten Stof⸗ fes wurde noch die Ronde⸗ und Kanzleiſchrift geübt. Die Schüler wurden angeleitet, nach den Regeln der Kalligraphie auf der Tafel vorzuſchreiben. Wöchentlich zwei Saurdulg
Ofenloch.
5. Zahlenlehre. Fortgeſetzte Uebung im Löſen einfacher und zuſammengeſetzter Regel⸗ de⸗tri⸗Aufgaben nach weiteren Löſungsweiſen, insbeſondere mit Hülfe der Dreiſatzlöſung und— des Kettenſatzes; die Procent-, Zins⸗ oder Intereſſen⸗, Termin⸗, Rabatt⸗, Tara⸗, Agio⸗, Ge⸗ winn⸗ und Verluſt⸗, Geſellſchafts⸗ oder Theilungs⸗, Durchſchnitts⸗ und Miſchungsrechnungen. Nach Pleibel's Handbuch der Arithmetik und nach beſonderem Lehrgange. Wöchentlich. zwei Stunden.,
Köpp.
6. Formenlehre. Die Verwandlung und Theilung der Drei⸗, Vier⸗ und Vielecke; die Lehre vom Kreiſe; die Berechnung des Umfanges und des Flächeninhaltes desſelben; Einführung in die praktiſche Geometrie, insbeſondere Einführung in die Kenntniß der Meß⸗ inſtrumente und deren Gebrauch; das Ausmeſſen, Aufnehmen, Zeichnen im verkleinerten, na— türlichen und vergrößerten Maße und Berechnen der verſchiedenſten Flächen;— Einleitendes— in die Stercometrie, insbeſondere die Beſprechung der Lehrſätze von einer, zwei und drei Linien auf einer Ebene, auf und zwiſchen zwei und drei Ebenen. Nach Heſſe's Formen⸗ lehre und nach eigenem Lehrgange. Wöchentlich zwei Stunden.
Köpp.
Helm.
8. Geographie. Umfaſſende Belehrung über das Nothwendige aus der mathematiſchen und phyſiſchen Geographie. Aſien, Amerika, Afrika und Auſtralien wurden ſpeziell durchge⸗ nommen und zwar nach Größe, Grenzen, Bevölkerung, Weltſtellung, horizontaler und ver⸗ tikaler Gliederung, nach Bewäſſerung, Klima und Produkten, nach ihrer Topographie u. ſ. f.⸗ Entwerfen von Karten. Handbuch: v. Seidlitz' Schulgeographie. Wöchentlich zwei Stunden.
Ofenloch.
9. Naturgeſchichte. a) Zoologie. Anatomie des menſchlichen Körpers. Phyſiologie der animaliſchen und vegetativen Syſteme. Syſtematik des Thierreichs, beſonders Klaſſifika- tion der Inſekten nach Linné und Burmeiſter. Betrachtung der Käfer und Aderflügler im Allgemeinen und Beſchreibung der wichtigſten Spezies aus deren verſchiedenen Familien.
b) Mineralogie. Aus der allgemeinen Oryktognoſie: Die Formverhält⸗ niſſe der Mineralien, je nachdem ſie in den verſchiedenen Aggregatszuſtänden vorkommen, oder je nachdem ſie als kryſtalliſirte, kryſtalliniſche oder amorphe anorganiſche Gebilde auf⸗ treten. Die phyſiſchen Eigenſchaften der Mineralien; hier wieder das Nöthige von den Kohäſions⸗ und Adhäſions⸗Erſcheinungen, von der Schwere, den akuſtiſchen, optiſchen, electri⸗ ſchen und magnetiſchen Erſcheinungen. Chemiſche Kennzeichen der Mineralien. Die Grundſtoffe.
Aus der ſpeziellen Mineralogie: Beſchreibung der wichtigſten gediegenen Me⸗ talle. Handbuch: Leunis' Schulnaturgeſchichte. Im Sommerſemeſter zwei, im Winterſe⸗ meſter eine Stunde wöchentlich.
Ofenloch.
7. Geſchichte. Siehe Unter⸗Curſus.


