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Aſſimilation und Zellenbildungsprozeß. Die Ernährungs⸗, Vermehrungs⸗ und Fortpflan⸗ zungsorgane in ihrer Anordnung und in ihren Verrichtungen. Die Lebensbedingungen der Pflanzen, ſowie ihre phyſiſche und geographiſche Verbreitung. Syſtematik nach Linné und de Gandolle. Praktiſches Ueben im Beſtimmen der Pflanzen. Beſchreibung der wich⸗ tigſten Pflanzenarten aus der Familie der Schmetterlingsblüthler, der Mandelgewächſe, der Roſenblüthler, der Apfelfrüchtler, der Rebengewächſe und der Palmen.
b) Zoologie. Syſtematik der Säugethiere und Kenntniß der Eintheilungsgründe. Das Beſchreiben der wichtigſten Arten der Vierhänder, der Handflügler, der Inſekten⸗ und der Fleiſchfreſſer, mit beſonderer Rückſicht auf deren Nutzen und Schaden im großen Natur⸗ haushalte. Handbuch: Leunis' Schulnaturgeſchichte. Wöchentlich zwei Stunden.
Ofenloch.
10. Obſtbaumzucht. Eingehende Belehrung über Erziehung der Bäumchen aus Samen, Stecklingen, Ablegern u. ſ. w., Beſchaffenheit, Eintheilung und Bepflanzung der Cdelſchule. Durchnahme der verſchiedenen Veredlungsmethoden und praktiſches Ueben hierin. Die Er⸗ ziehung und Bildung des Stammes und der Krone bei Kern⸗ und Steinobſt in Hoch⸗ und den verſchiedenſten Zwergſtammformen. Belehrung über Behandlung des Bodens; verſchie⸗ dene Grundſätze und Regeln über die Pflege geſunder und kranker Wild- und Edelſtämm⸗ chen. Kenntniß der Krankheiten und der Feinde junger Obſtbäumchen, ſowie der Mittel gegen dieſelben. Ausgraben, Verpacken und Verſenden junger Edelſtämmchen. Handbuch: Lukas' Lehre vom praktiſchen Obſtbau. Wöchentlich eine Stunde.
Ofenloch.
11. Muſikunterricht. a) Muſiktheorie. Allgemeine muſikaliſche Begriffserklärungen; die Lehre vom Ton, von der Notation und von der Rhythmik; die Dur⸗ und Mollton⸗ leitern nach Kunkel's kleiner Muſiklehre. Wöchentlich zwei Stunden.
b) Orgelſpiel. Manualübungen und Tonleitern im vierſtimmigen Satze nach J. André's Orgelſchule, Einübung vierſtimmiger Choräle aus dem für die Diözeſe vorge⸗ ſchriebenen Orgelbuche von G. V. Weber. Wöchentlich zwei Stunden.
c) Klavierſpiel. Fingerübungen nach Aloys Schmitt's Methode des Klavierſpiels, zweite und dritte Stufe. Wöchentlich zwei Stunden.
d) Geſang. Uebungen nach Schletterer's Chorgeſangſchule für Männerſtimmen mit beſonderer Rückſicht auf Tonbildung, Treffen der Intervalle und Rhythmik. Gemeinſam mit den beiden anderen Curſen: Vierſtimmige geiſtliche und weltliche Männerchöre mit und ohne Klavierbegleitung, Volkslieder; eine dreiſtimmige Meſſe mit Orgelbegleitung von Fr. Witt, Gregorianiſche Choräle und die Lieder des Diözeſan⸗Geſangbuches zum Gebrauche bei dem Gottesdienſte. Wöchentlich drei Stunden, hiervon zwei gemeinſchaftlich mit ſämmtlichen Zöglingen aller Curſe.
e) Violinſpiel. Anfangsgründe des Violinſpiels in zwei⸗ und dreiſtimmigen Uebun⸗ gen nach der Violinſchule von Volckmar, I. Curſus. Wöchentlich eine Stiiihe⸗ ſert
aſſert.
12. Zeichnen. Freihandzeichnen nach der Lehrmethode des Prof. Kumpa. Das Qua⸗ drat und mit dieſem in Verbindung gerade, gebogene, gerade und gebogene Linien; Schat⸗ tirungen. Dieſe Zeichnenmethode wurde bis zur 4. Abth. 7. Lief. innegehalten, wo die frei⸗ bewegte Linie ſchon in größter Vollkommenheit auftritt. Wöchentlich zwei Stunden.
Ofenloch.


