Aufsatz 
Die Verwendung unserer Münzensammlung im Geschichtsunterricht
Entstehung
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auf den größeren Stücken bleibt ebenfalls dieselbe wie in ältester Zeit, d. h. Athenakopf und Eule. Der Stil macht natürlich im Laufe der Zeit Wandlungen durch. Dabei ist zu beobachten, daß die Kunst des Stempelschnitts hinter der großen Bildkunst zurückbleibt. Als die Bildhauerei auf der Höhe stand, haftete den Münzen noch manches Altertümliche in Stil und Technik an. Dem liegt aber wohl die Absicht zugrunde, die in der ganzen Handelswelt pekannte und beliebte Münze möglichst unverändert zu lassen.

Durch Veränderung der Typen würde man die Umlauffähigkeit der athenischen Münzen außerhalb ihres Heimatlandes beeinträchtigt haben. Es handelte sich für Athen nicht darum, Kunstwerke zu schaffen, sondern Geld, das den praktischen Bedürfnissen des Handels ent- sprach. Kleine, gewissermaßen unwillkürliche Stilmodifikationen waren jedoch unvermeidlich, und wenn man zwei Stücke vergleicht, die 100 Jahre auseinanderliegen, so findet man doch beträchtliche Unterschiede. Besonders ins Auge fallend ist der Mangel an Sorgfalt bei den Münzen des IV. gegenüber denen der ersten Hälfte des V. Jahrhunderts.

Wir sind in der Lage, sämtliche in Athen geprägten Münzsorten außer den 10- und 2-Drachmenstücken zu zeigen. Angesichts der Einförmigkeit der Typen ist eine Beschreibung der Münzen an dieser Stelle überflüssig.

Neubauer III§ 62. Persisches Gold im Korinthischen Krieg.

Wenn wir den scherzhaften Ausspruch des Agesilaos erzählen, er werde durch 30 000 Bogen- schützen aus Asien vertrieben, so werden wir gerne Gelegenheit nehmen, einen solchen roerns,¹) nämlich einen persischen Dareik, zu zeigen, zumal unser Exemplar etwa aus der Zeit des Agesilaos stammt. Das Genauere darüber ist oben zu N. III§ 12 gesagt.

Neubauer I§ 53 u. II§ 70. Alexander der Große.

Tetradrachmon nach attischem Fuß. VS. Kopf des jugendlichen Herakles, mit einem Löwenfell bekleidet. Das Gesicht zeigt die etwas idealisierten Züge Alexanders. Unterstirn, Auge und Nasenwurzel haben die charakteristischen Merkmale der pergamenischen Kunst. RS. AAEEANAPOr, thronender Zeus, auf der vorgehaltenen Rechten einen Adler tragend, während die seitwärts gehobene Linke ein Szepter gefaßt hält. Im Felde ein Bogen(Emissionszeichen). Die Münze stammt aus einem ägyptischen Funde. Wir besitzen auch eine Drachme mit derselben Darstellung.

Neubauer III§ 72. Alexander als Sohn des Ammon.

Tetradrachmon des Königs Lysimachos von Thrakien( 281). VS. Unbärtiger Kopf mit Widderhorn und Diadem, die Züge Alexanders tragend. Rs. BAYIAEON ATAIMAXOr, sitzende Athena mit einer Nike auf der Rechten; der linke Arm ist auf einen neben ihr stehenden Schild gestützt; an die rechte Schulter ist eine Lanze gelehnt. Im Felde vor der Figur eine Fackel, unter dem Sessel ein Stern, wahrscheinlich Emissionszeichen.(Galvanoplastische Nachbildung.)

¹) Vgl. Bruhn, Hilfsbuch für den griechischen Unterricht, Vorkursus VII, 14: ArAος Ʒ ρν οαννορρμνει rOEöcat ESSANbvAε τm¶ ϑοεας ön' AptaSoo(vgl. Plut. Ages. 15).

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