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liches Entgegenkommen gefunden.— Wie man schon aus dem schnellen Wachstum der Sammlung des Goethegymnasiums entnehmen kann, ist die Anlage einer Schulsammlung keineswegs so kostspielig, als manche vielleicht annehmen. Wenn man ein gut erhaltenes Alexandertetra- drachmon für 12— 15 ℳ, einen schönen römischen Denar für 1—2 ℳ, einen Goldgulden aus dem XV. Jahrhundert für 10 ℳ kaufen kann, so ist dies doch nicht teuer zu nennen. Man muß ja nicht gleich mit den Seltenheiten beginnen, sondern kann sich zunächst mit typischen Stücken aus verschiedenen Zeiten begnügen, um erst einmal einen Uberblick zu erhalten. Preise für die häufiger vorkommenden Münzen findet man in den Lagerkatalogen der größeren Münzfirmen.
Griechische Geschichte.
Neubauer III§ 12. Münzen der Lyder.
Die ältesten lydischen Münzen sind überaus primitiv. Sie zeigen verschiedenartige Ein- schläge und Strichelungen, aber noch kein eigentliches Gepräge als Garantiezeichen des Staates. Auch waren sie nicht aus reinem Golde, sondern aus Elektron, silberhaltigem Golde, so wie es die Flüsse oder Bergwerke des Landes lieferten. An eine künstliche Legierung ist dabei nicht zu denken.
Seit dem Ende des VII. Jahrhunderts finden wir Münzbilder, z. B. einen Löwen. Im VI. Jahrhundert ging man dazu über, reines Gold zu vermünzen. Wir besitzen aus dieser Zeit zwar keine echte Münze, wohl aber eine gute galvanoplastische Nachbildung: Goldmünze aus der Zeit des Kroisos, Kpoloetos dtathp, Normalgewicht 8,41 g.
Vorderseite: Die Vorderseite eines Löwen und eines Stiers, einander gegenüber. Rückseite: Zwei vertiefte Quadrate.
Dareikos. Persischer Goldstater, rath Sapetxos. Vs. Der König in langem Gewande(145u«) mit Krone, Lanze und Bogen, roοrng. Er ist laufend dargestellt, aber so, daß das rechte Knie den Boden berührt(Knie- laufschema), ähnlich wie wir es bei archaischen Skulpturen sehen. Rs. Unregelmäßig viereckige Vertiefung(quadratum incusum).
Dies ist der einzige Typus des Dareikos vom VI. bis zum IV. Jahrhundert. Ob er bereits von Kyros oder erst von Dareios eingeführt wurde, ist ungewiß. Die bisher übliche Ableitung des Namens von Dareios wird neuerdings angezweifelt.
Wir besitzen ein sehr gut erhaltenes Original(Gewicht 8,4 g) aus dem IV. Jahrhundert, sowie die galvanoplastische Nachbildung eines etwas älteren Exemplars.
Neubauer III§ 27. Begründung des peloponnesischen Gewichts- und Münzsystems durch Pheidon von Argos.
Von Pheidon selbst haben wir keine Münzen. Die überlieferte Angabe, daß die Münz- stätte auf Aegina von Pheidon eingerichtet worden sei, verdient keinen Glauben. Richtig ist wohl, daß die aeginetischen Münzen, die ältesten Griechenlands, nach dem pheidonischen Gewicht geschlagen sind. Dabei ist zu beachten, daß die ältesten Münzbenennungen eigentlich Gewichts-


