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Ebenſo wenig iſt die kindliche Faſſungskraft bedacht, wenn Cap. III. fol⸗
gende Ueberſicht der Zuſtände nach ihrem Zuſammenhang gegeben wird:
Doppelte Erſcheinung der Kraft. A. Zuſtand der Ruhe. a) Zuſtand des bloſen Seins. b) Zuſtand des Irgendwie⸗Seins. B. Zuſtand der Bewegung.
a) Zuſt and des Werdens b) Zuſtand der Thaͤtigkeit
d. h. des Uebergehens aus einem Zu⸗ aa) Zuſtand der bb) Zuſtand der
ſtand in den andern. nothwendigen willkuͤhrlichen, Thaͤtigkeit, theils in, freien Thaͤtigkeit, theils außer dem theils in, theils au⸗ Subjecte. ßer dem Subj.
Eine Claſſificirung, welche um ſo weniger noͤthig war, da weder dieſelbe zum Eintheilungsgrund des Folgenden genommen, noch ſpaͤter jenes Allgemeine mit Ruͤckweiſung darauf im Beſonderen nachgewieſen wird.
In dem zuſammengeſetzten Satzverhaͤltniß finden wir bei Fel dbauſch die
Eintheilung der coordinirten Hauptfaͤtze in copulative, adverſative, worunter er auch die disjunctiven mitbegrecft, und cauſale. Weißenborn da egen ſtellt, da er ſtrenger an der grammatiſchen Form haͤlt, richtiger vier Elaſſen auf, in⸗ dem er die disjunctiven keiner anderen Claſſe unterordnet, ſondern als eine be⸗ ſendere jenen coordinirt. Grieben, welcher die unabhaͤngigen und abhaͤngigen Saͤtze im coordinirten Verhaͤltniß zuſammenfaßt, unterſcheidet gar neun Arten, näͤmlich: 1) copulative, 2) partitive, 3) disjunctive, 4) adverſative, 5) continua⸗ tive Saͤtze, 6) coordinirte Folgeſaͤtze, 7) coordinirte Cauſalſaͤtze, 8) coordinirte Conceſſivſaͤtze, 9) coordinirte Relativſaͤtze. Offenbar mit Unrecht, da ſowohl die partitiven als die continuativen zu den copulativen, die Conceſſivſaͤtze zu den adverſativen und die Folgeſaͤtze mit den cauſalen, als zu derſelben Gattung ge⸗ hoͤrig, vereinigt werden, die neunte Claſſe aber ganz wegfallen mußte. ei Eichhoff⸗Beltz kommen zu den vier Arten von Feldbauſch noch die con⸗ cluſiven. Auf ganz verſchiedene Weiſe hat Ludwig die coordinirten Hauptſaͤtze an⸗ geordnet. Es geſtalten ſich naͤmlich bei ihm die Hauptrubriken nach logiſchen, die Unterabtheilungen ſcheinbar nach grammatiſchen, aber in Wirklichkeit auch nach logiſchen Prinzipien, und zwar nach den Conjunctionen, wodurch die Ver⸗ bindung der coordinirten Hauptſaͤtze geſchieht, auf folgende Weiſe:
Cap. I. Verbindung von Haupfſaͤtzen zur Darſtellung gleichzeitiger Er⸗ ſcheinungen: a) Conjunctionen, um einfach durch Anreihung der Saͤtze die Ver⸗ einigung zu einem Ganzen darzuſtellen. b) Conjnnctionen, die durch Enigegen⸗ ſtellung zweier Hauptſaͤtze ein Ganzes darſtellen. c) Conjunctionen, die bei ge⸗ genſeitiger Berückſichtigung der Theile des Ganzen durch Verbindung der Theile das Ganze darſtellen. Cap. II. Verbindung von Hauptſaͤtzen zu Darſtellung


