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Arten, überwintern. Damit ſtimmt ein von mir im Winter unter der Rinde einer alten Kopf⸗ weide gemachter Fund von 6 Weibchen von Chasmodes motatorius überein.
Werden die Weibchen der größeren Ichneumoniden mit den Fingern ergriffen, ſo verſuchen ſie augenblicklich den Legebohrer als Stechwaffe zu verwenden. Doch gelingt es nur den wenigſten die Haut wirklich zu durchbohren. Recht empfindlich ſtechen die Weibchen von Ophion kuteus, wie ich mehrfach erfahren habe. In der That wies auch Schiödte bei dieſer Schlupf⸗ wespe ſowie bei Ilchneumon annulator und Pimpla instigator Giftdrüſen nach, woraus hervor⸗ geht, daß der Legeſtachel auch die Funktionen eines Giftſtachels übernehmen kann. Einige dieſer Inſekten, namentlich die größeren Arten der Gattung Pimpla, verbreiten ſchon in einiger Ent⸗ fernung einen durchdringenden, an Theer erinnernden Geruch, deſſen Bedeutung mir jedoch völlig unbekannt iſt.
2. Die Chaleididen.
Die Chalcididen(oder Pteromalini im Sinne Ratzeburg's) haben ihre Namen von den prächtigen Metallfarben erhalten, in welchen die meiſten derſelben erſtrahlen. Um eine Vor⸗ ſtellung von der Größe dieſer Familie zu geben, möge der Hinweis genügen, daß allein die deutſche Fauna an 200 Gattungen dieſer ſchönen und niedlichen Inſekten enthält. Ihre Weibchen ſind ſtets mit einem an der Bauchſeite vor der Hinterleibsſpitze entſpringenden Legebohrer ver⸗ ſehen. Bis jetzt ſind ſie aus Lepidopteren, Coleopteren, Hemipteren, Orthopteren, Hymenopteren und Dipteren erzogen worden. Die Mehrzahl derſelben fällt Larven und Puppen an; einige werden auch aus Eiern anderer Inſekten erhalten. Am meiſten haben die Lepidopteren von ihren Angriffen zu leiden. Auch gehören viele ſekundäre Paraſiten zu ihnen. Ihre Larven weichen wenig von denen der Ichneumoniden und Braconiden ab, nur erſcheinen ſie meiſt ſchlanker und am Schwanzende etwas zugeſpitzt. Sie fertigen ſich bei der Verwandlung keine Cocons an und werden zu ſogenannten Mumienpuppen. Zu den häufigſten Arten gehört der jedem Schmetterlings⸗ züchter bekannte, in den Puppen von Vanessa polychloros oft bis zu Hundert Stück paraſitierende, ſchön erzgrüne Pteromalus puparum. Schon Réaumur erzog dieſe Wespe öfter und beſchreibt auch das Anſtechen einer Kohlraupe durch dieſelbe ſehr anſchaulich:„..... quelquefois elle marchoit sur le corps de la chenille, mais seulement pour changer de place; elle se fixoit ensuite. Je vis que lorsque'lle étoit en repos, elle faisoit sortir de son derrière une espèce d'aiguillon très fin et presqu'aussi long que tout son corps; elle en piquoit la pointe dans le corps de la chenille; elle l'y enfoncoit peu à peu jusqu'à y faire entrer ''aiguillon tout entier. La chenille souffroit assés patiemment cette piquuũre. quelquefois pourtant elle se donnoit des mouvemens, dont la petite mouche ne paroissoit pas s'inquièter. La petite mouche retiroit ensuite son aiguillon pour J'enfoncer assés près de l'endroit d'oùè elle bavoit retiré. Après avoir fait là quelques piquũres. elle changeoit de place pour aller ailleurs en faire d'autres, II me parüt, qu'elle choisissoit par préference les jonctions des anneaux; c'est près de la jonction du huitième avec le neuvième et de celle du neuvième avec le dixième, qu'elle enfonca son aiguillon en différents endroits et à différentes reprises“. Röſel's Beobachtungen über die Lebensweiſe dieſer Wespe ſind ſehr ungenau, während ſich diejenigen De Geer's durch Sorgfalt auszeichnen. Die gründlichſten Beobachtungen ſind auch hier wieder Ratzeburg zu verdanken. Trefflich ſchildert er den Angriff eines Pteromalus puparum auf eine noch ganz
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