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der italieniſchen Sprache, Seite 26). Außerhalb Frankreich erſtreckt ſich noch die ſüdfranzöſiſche Sprache mit der Unterabtheilung der verſchiedenen Dialekte nach Savoyen(mit Ausnahme der Rhätoromaniſchen Sprachinſel im Bezirk Mau⸗ rienne, S. 31) und nach dem ſüdweſtlichen Theil der Schweiz, wovon der Canton Waadt, der franzöſiſche Theil des Cantons Freiburg und ein Theil des Cantons Wallis der provenzaliſchen Sprache angehören, während der Canton Neuenburg und der fran⸗ zöſiſche Theil des Cantons Bern im Jura zum Gebiete der nordfranzöſiſchen Sprache gerechnet werden.
7. Franzöſiſch— Nord⸗Franzöſiſch— Langue d'oil— Roman Wallon. Unter dieſen Namen wird die eigentliche franzöſiſche Sprache verſtanden, wie ſie gegenwärtig als einzige Mundart des franzöſiſchen Staates anerkannt iſt.— Bevor wir zu dem geſchichtlichen Ueberblick dieſer Sprache uͤbergehen, dürften wir wohl erwäh⸗ nen, welche anderen Sprachen außer Süd⸗ und Nord⸗Franzöſiſch in Frankreich noch vor kommen: Die deutſche Sprache in den Departements der Moſel,
der Meurthe, des Ober⸗ und des Niederrheins, geſpro⸗
chen von 1,140,000 Seelen Die Nieder⸗Bretagniſche Sprache in den Departements
Finisterre, Cotes dü Nord und Morbihan 1,050,000„ Baſkiſche Sprache in dem Departement der Unter⸗
Pyrenäen 180,000„ Flämiſche Sprache in dem Departement dü Nord 177,950„ Italieniſche Sprache auf der Inſel Corſika* 185,079„
2,733,029 Seelen
Als Cäͤſar in Gallien erſchien, fand er drei große Völkerſchaften. Zwiſchen den Pyrenäen und der Garonne waren die Aquitaner*); zwiſchen dem Rhein im Norden und der Seine und der Marne im Süden, die Belgier, und in der Mitte die Celten, wie dieſe ſich ſelbſt nannten, von den Römern aber Gallier genannt wurden; letzteres Volk grenzte einerſeits an die Belgier, andererſeits an die Aquitaner. Ein Theil der Belgier hatte ſich auch in dem eigentlichen Lande der Celten verbreitet, zwiſchen der Mündung der Seine und dem Ausfluß der Loire, an der Küſte des At— lantiſchen Meeres, welches Land Armorica“) hieß.
Zu dieſen, den größeren Theil Galliens einnehmenden Völkerſtämmen, kamen noch die griechiſchen Anſiedelungen(welche wir S. 40 angeführt), die Gallia Narbo- nensis, welche ſchon zu Cäſars Zeiten den Römern angehörte, und einige deutſche Stämme, die kurz vorher ſich auf dem linken Ufer des Rheins niedergelaſſen hatten. Von den drei größeren Volksſtämmen hatten die Aquitaner eine Sprache, die mit der Iberiſchen Sprache in Spanien ganz übereinſtimmte, während ſie von den unter ſich ſehr wenig abweichenden Mundarten der Belgier und Celten durchaus verſchieden war.
Vom Iberiſchen und deſſen Tochterſprache, dem Baſkiſchen, haben wir ſchon (S. 35) geſprochen. Auch haben wir den Urſprung der Sprache des ſüdlichen Frank⸗ reichs hinlänglich erörtert. Wir haben uns demnach nur mit den Sprachen, welche nördlich von der Loire vorkommen, zu beſchäftigen.
Die Celtiſche Sprache war urſprünglich die allgemeine Sprache, ſowohl
*) Der Name Aquitania kommt in Frankreich im Worte Guienne vor: Aquitaine, Qui- taine, Quiaine, Guienne.
**) Strabo nennt dieſes Volk Iagowxsævĩra, was die Ueberſetzung des celtiſchen Wortes Armo- rik zu ſein ſcheint; denn ar heißt bei, an, auf und mor das Meer.


