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Verde e ben seneido, de flores ben poblado, Logar cobdiciaduero pora ome cansado.
Daban olor sobeio las flores bien olientes, Refrescaban en ome las caras e las mientes Manaban cada canto fuentes claras corrientes, En verano bien frias, en yvierno calientes.
Wie alle Sprachen, hat auch die ſpaniſche ihre beſondern Mundarten. Zu⸗ vor müſſen wir der von den Urbewohnern Iberiens entſtammten Baskiſchen Sprache oder Eſkuara, welche noch zwiſchen der Bidaſſoa und dem Ebro in Spanien, dieſſeits der Pyrenäen, bis nördlich von Bayonne geſprochen wird, gedenken. Daß dieſe Sprache ſich dort noch erhalten hat, kommt daher, weil jene Bergbewohner weder von den Römern noch von den Arabern unterjocht wur⸗ den. Jedoch drangen die Weſtgothen in ihr Land, und als dieſe von den Arabern bis in das Gebirg vertrieben wurden, errichteten ſie dort mehrere kleine Staaten, was der Grund ſein kann, daß man einige germaniſche Wörter in der Baſkiſchen Sprache findet. Dieſe Ueberreſte der Iberier nennt man gewöhnlich Baſken oder Vaſken(Vascones); ſie ſelbſt nennen ſich aber Eſkualdunae und ihre Sprache Eſkuara*). Die Baſkiſche Sprache theilt ſich in drei Dialekte: 1) Labortaniſch, welches in Navarra(Pampeluna, Vittoria, Eſtella Fontarabia), und in Frankreich in St. Jean⸗de⸗Luz und Bayonne geſprochen wird; 2) Guipuzceoaniſch, in Guipuzeoa und St. Sebaſtian. 3) Viſkaiſch, in Viſkaya, Bilboa.— Dabei iſt zu bemerken, daß in den Städten ſelbſt faſt jedermann das Spaniſche verſteht und ſpricht.**) Die Baſkiſche Volksſprache wird von ungefähr 500,000 Menſchen geſprochen, von denen etwa 180,000 auf franzöſiſchem Gebiet wohnen. Die Sprache hat keine Literatur, ſcheint auch nie eine ſolche gehabt zu haben, weßhalb ſie dem Celto⸗Kymbriſchen im Norden Frankreichs, in Wales u. ſ. w. nachſteht.***)
Die Spaniſche Sprache ſelbſt theilt ſich in Caſtiliſche oder eigentlich Spa⸗ niſche Sprache, und in Catalaniſche Mundart, welche wegen ihrer Aehnlichkeit mit der franzöſiſchen Sprache des Südens auch oft Limoſiniſche Sprache genannt wird, ſowie man umgekehrt die Limoſiniſche oder Provenzaliſche Sprache häufig mit dem Namen Catalaniſch bezeichnet. Die Caſtiliſche Mundart wetteiferte lange Zeit mit der Catalaniſchen Sprache, welche früher als Caſtiliſche Dichter aufzu⸗ weiſen hatte; allein bald überflügelte Caſtilien Catalonien, namentlich als durch den Kreuzzug gegen die Albigenſer am Anfang des XIIIien Jahrhunderts die provenza⸗ liſchen Dichter ihre lieblichen poetiſchen Klänge nicht mehr ertönen ließen. Wie oben
*) Eſkuara, auch Euſkara hat durch einige Abänderungen das Wort Biſcaya(Viſcaja) ge⸗ geben, indem das B oder V nur der Euphonie wegen vorgeſetzt wurde.
**) Die übrigen Spanier erlernen nie die Baſkiſche Sprache; es herrſcht ſogar unter ihnen ein Sprichwort, welches ſagt, daß einſt Satan ſich ſieben Jahre in Biſkaya aufgehalten habe, dann ſei er wieder unverrichteter Dinge abgezogen, als er gemerkt hatte, daß er Niemand verſtehen und von Niemand verſtanden werden könne..
**) Die Eskuara oder Vaskiſche Sprache hat, wie W. v. Humboldt bemerkt(„Prüfung der Unterſuchungen über die Urbewohner Hiſpaniens vermittelſt der vaſkiſchen Sprache“), durch ihren Polyſynthetismus oder Einverleibungsſyſtem eine auffallende Ueberein⸗ ſtimmung mit den Amerikaniſchen Sprachen. Auch weist W. v. Humboldt namentlich aus Localnamen die Identität der altiberiſchen Sprache mit der in den oben angegebenen Mund⸗ arten fortlebenden Vaſkiſchen nach.
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