40 erzählen Luk. 23, 50—54 und. Joh. 19, 33-42, wobei Johannes auch die Mitwirkung des Nikodemus anführt.
Den Bericht über die Auferstehung des Herrn hat keiner der beiden Evangelisten, da kein Augenzeuge über diesen‘Vorgang ihnen bekannt war. Beide sind aber darin einig, daß der Herr Jesus auferstanden ist. Luk. 24, 1—49 und Joh. 20, 1—29.
Der Bericht des Johannes setzt wieder die Bekannt- schaft mit dem Berichte des Lukas voraus. Er stellt zunächst die Tatsache richtig, daß die Erste, welche am Grabe er- scheint, Maria Magdalena ist, sie eilt zu den Jüngern, ihnen zu melden, daß der Stein des Grabes weggewälzt ist. Daß unterdes die andern Frauen im offnen Grabe die“Offen- barung des Engels erhalten, erzählt Johannes nicht, weil es bei Lukas erzählt ist(24, 2-10). Übereinstimmend er- zählen beide Evangelisten, daß auf die Erzählung der Maria Magdalena und der andern Frauen Petrus und Johannes zum Grabe eilten(Luk. 24, 11. 12 und Joh. 20, 3—9). Des Johannes Erzählung aber ist als die eines Augenzeugen anschaulich und geht ins Einzelne. Was Lukas nicht er- zählt, ergänzt Johannes, indem er 20, 11—18 mitteilt, wie sich der Auferstandene Maria Magdalena offenbarte. Daß Johannes nichts von den Jüngern, welche nach Emaus gingen, erzählt, entspricht seiner Aufgabe, das Lukasevangelium nur zu ergänzen und das tut er, indem er noch 20, 24—29 das Verhalten des Thomas schildert.
Daß Johannes damit seinen Bericht schließt—- Cap. 21 gibt nur eine weitere Episode aus den 40 Tagen zwischen Auferstehung und Himmelfahrt— und die von Lukas be- richtete Himmelfahrt nicht erwähnt, bestätigt unsere An- “nahme, daß der Evangelist Johannes sich nur die Aufgabe gesetzt hat, den Bericht des Evangelisten Lukas zu ergänzen,
7. Endlich erscheint auch der Zweck, um dessenwillen Beide ihr Evangelium schreiben, als der gleiche.
Lukas will nach Luk. 1, 4 dem Theophilus durch sein Evangelium die feste Überzeugung geben, daß die ihm zu teil gewordene Belehrung über den Herrn Jesus der Wahr-


