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Nach Johannes und Lukas kommt der in Jerusalem einziehende Jesus von Bethanien her(Luk, 19, 29—34 und Joh. 12,1). Nach dem Einzug in Jerusalem blieb der Herr nicht in Jerusalem, sondern ging abends in einen Ort, welchen seinejGegner nicht kannten(Joh. 12, 37; Luk. 21, 37), am Tage aber lehrte er im Tempel, worüber Lukas berichtet Cap. 20. 21., während Johannes nur wenige Zusätze dazu macht(12, 20—50). Solches geschah bis zum Donnerstag der Charwoche. Den Donnerstag Abend schildert nun Luk. 22, 1—37 und Joh. 13, 1—38. An diesen Bericht schließt der Evangelist die ihm unvergeßlichen letzten Reden des geliebten Meisters: Cap. 14. 15. 16. 17. an.
Luk. 22, 39—53 und Joh. 18, 1--12 berichten die Nacht im Gethsemane, wobei Johannes nur Weniges ergänzt.
Während Luk. 22, 54—61 nur berichtet, daß der Herr Jesus in das Haus des Hohenpriesters geführt wurde, wobei Petrus seinen Herrn verleugnete, gibt Johannes, der als Öhrenzeuge dabei war, eine äußerst anschauliche Erklärung (18, 12—24) über das Verhör vor Hannas und über Petri Verleugnung. Das Luk. 22, 63—65 Berichtete ist die Schlußscene, welche zu Joh. 18, 22 paßt. Luk. 22, 66—71 gibt die Verhandlungen vor Caiphas, denen Johannes nichts beizufügen. hat, die er aber erwähnt(Joh. 18, 24). Nun wird der Herr Jesus vor Pilatus geführt: Luk. 23, 1—25 und Joh. 18, 23—19, 16 wobei Johannes wieder wesentliche Ergänzungen gibt(18, 33-38 und 19, 8—11l). Den Gang nach Golgatha schildert Lukas allein: 23, 26—32.(Johannes 19, 17), Bei der nun folgenden Schilderung der Vorgänge auf Golgatha bis zum Verscheiden des Herrn(Luk, 23, 33—49 Joh. 19, 18—30) zeichnet sich die Schilderung des Johannes durch größere Anschaulichkeit aus. Von den Worten des Herrn, welche Lukas berichtet, führt Johannes keines mehr an, die Leser kannten sie ja aus dem Lukasevangelium, aber er fügte noch weitere Worte des Herrn am Kreuze bei: 19, 25—27. 28—30, wieder eine offenbare Ergänzung der Darstellung des Lukas. Eine weitere Ergänzung gibt Johannes 19, 31—37. Über die Behandlung des: Leichnams


