Aufsatz 
Das Johannesevangelium, eine Ergänzung des Lukasevangeliums. Exegetische Studie
Entstehung
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Wundertaten, die ihn als den von Gott gesandten Messias legitimieren sollen. So Joh. 5, 36; 7, 31; 10, 21; 10, 25 32. 37. 38; 12, 37. Bei Johannes und Lukas hat der Herr zunächst als Lehrer gewirkt und erst später tritt er auch als Wundertäter auf; denn die Wunder sollen den schwachen Glauben stärken,

Der Widerspruch der Pharisäer tritt bei Beiden erst später ein: Luk. 5, 17 und Joh. 4, 1.

Die Differenzen zwischen Jesus und den Pharisäern sind nach beiderseitiger Darstellung dieselben.

Vor der letzten Entscheidung treten als Gegner des Herrn zu den Pharisäern die Sadducäer, welche vorher bei Beiden nicht genannt werden, da sich die Sadducäer um Glaubensfragen nicht kümmern und erst unruhig werden, als sie merken, daß Jesus unter dem Volke einen großen Anhang hat. Sie wittern darin nach ihrem Standpunkt politische Motive und das führt sie zu den Feinden des Herrn. Joh. 7, 32 werden zuerst die Hohenpriester, welche Sadducäer waren, erwähnt, dann 11, 47 und 12,10. Bei Lukas werden die Hohenpriester auch erst zu dieser Zeit als des Herrn Gegner erwähnt: Luk. 19, 47(die Vornehmsten sind die Sadducäer) dann 20,.1. 19. 20. 27; 22,1. 2

Auch der Evangelist Johannes kennt den Herrn Jesus als des Menschen Sohn(12, 34).

4. Die Darstellung des Lukas steht aber ebensowenig in irgend einem Widerspruch zu der des Johannes. Lukas kennt die Einzigartigkeit des Herrn, wie Johannes(Lukas 10, 21-24), das Ziel des Menschen ist auch bei Lukas Som) eiwvıog(Luk. 10, 25; 18, 18), der Weg dazu ist der Glaube an den Herrn Jesus(Luk. 12, 8-11). Anklänge an dieselben Worte des Herrn ergeben die Stellen: Lukas 13, 35 und Johannes 7, 34.

5. Wenn der Evangelist Johannes offenbar in seine Berichte Reflexionen einschließt, während dies bei Lukas voll- kommen fehlt, so erklärt sich dies im Blick auf die Gesetze des Seelenlebens. Lukas hat nur Berichte Anderer vor sich, er hat das Erzüählte nicht selbst erlebt._ Er darf keine