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d) Joh. 3, 22—36 bringt der Apostel schon aus dank- barem Interesse an seinen früheren Lehrer, den Täufer. Daß er durch Mitteilung dieser Tatsachen das von uns be- tonte Gottesgesetz bestätigt, daran denkt der Apostel nicht. Er gibt nur seinen Erinnerungen Ausdruck.
e) Joh. 4, 4—42. Diese Ergänzung paßt in den Gang der Geschichte des Herrn und gewährt einen Einblick in die seelsorgerliche Tätigkeit des Herrn Jesus. Auch aus dem Lukasevangelium hören wir, daß der Herr in Samaria bekannt war,‘vgl. Lük. 9, 52; 10, 33; 17, 11.
f) Joh. 4, 46—54 zeigt den rechten Ort und die rechte Zeit an, wo dieses Wunder geschah,
8) Joh. 5, 1—47. Der ganze Vorgang fehlt bei Lukas. Daß der Herr eine Zeit lang von ihnen getrennt war, das hat der Apostel Johannes nicht vergessen. Zu groß war die Sehnsucht seines Herzens nach dem fernen Meister(vgl. Luk. 5, 16)., Augen- und Öhrenzeuge des Erzählten war der Apostel nicht, aber da er in Jerusalem in den höchsten Kreisen bekannt war(mit Nikodemus 20, 39; mit Hannas 15, 15), so ist die Annahme berechtigt, daß der Apostel von Einem dieser Bekannten die erzählten Vorgänge erfuhr, während alle andere Apostel, als unbekannt in Jerusalem, davon keine Kenntnis haben konnten.
h) Joh. 6, 16—”71. Diese entscheidenden Stunden, in welcher des Apostels Stammesgenossen(die Galiläer) sich von dem Herrn, den sie anfangs so begeistert aufgenommen hatten, abwendeten, hat der Apostel Johannes mit tiefem Schmerze durchlebt, sie waren ihm unvergeßlich, er mußte sie schildern und damit die Erzählung des Lukas ergänzen und berichtigen.
i) Joh. 7, 2-10 sind wie Joh. 10, 22—11, 39 wert- volle persönliche Erinnerungen des Apostels, die Lukas nicht berührt hat, so wenig wie Einer der übrigen Evangelisten.
k) Joh. 11, 1--44. Allein der Apostel Johannes hat diese für die Entwicklung der Katastrophe so bedeutsame Geschichte mitgeteilt. Es könnte auffallend erscheinen, daß


