Aufsatz 
Das Johannesevangelium, eine Ergänzung des Lukasevangeliums. Exegetische Studie
Entstehung
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Die Erzählung des Lukas 24, 1333 bestätigt Johannes durch sein Stillschweigen. Er fügt aber dem vom Lukas 24, 3649 Berichteten noch Einiges(20, 19-29) zu, was zu der von Lukas geschilderten Stimmung der Apostel völlig paßt.

Nachtraglich gedenkt der Evangelist Johannes noch eines besonderen Vorganges während der 40 Tage zwischen Ostern und Himmelfahrt und erzählt denselben 21, 123.

19. Die Himmelfahrt des Herrn.

Daß das Johannesevangelium niehts von der Himmel- fahrt berichtet, ist nach dem Bisherigen selbstverständlich; denn das ihm vorliegende Lukasevangelium schließt mit dem Berichte über die Himmelfahrt(Luk. 24, 50-53), seine Leser kennen also den Vorgang. Freilich hätte Johannes eine selbständige Darstellung des Lebens des Herrn Jesus geben wollen, so durfte er an dieser, das Erdenleben des Herrn abschließenden Tatsache nicht stillschweigend vor- übergehen. So bezeugt zuletzt noch das Schweigen des Apostels Johannes die Richtigkeit unserer Annahme,

20. Schlußfolgerungen.

Übersehen wir den Befund, so ergeben sich folgende Tatsachen:

1. Der Kvangelist Johannes richtet sich bei seiner Darstellung der Lebensgeschichte des Herrn Jesus. ganz und gar nach der ihm: vorliegenden Darstellung des Lukas (diese bestimmt den Gang seiner Erzählung. Dabei ergänzt er Vieles, dessen Augen- und Öhrenzeuge er gewesen ist und stellt Manches richtig, wobei es sich aber niemals um etwas Grundlegendes handelt.(Eine Übersicht gibt die Zu- sammenstellung im Anhang).

Die Ergänzungen, welche der Evangelist Johannes gibt, sind lediglich persönliche Erinnerungen, die sich nicht bei den übrigen Evangelisten finden, nicht Gemeingut der christlichen Urkirche waren, daher sie sich auch nicht in den