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18. Der Ostersonntag.
Weder Lukas noch. Johannes erzählen die Vorgänge bei der Auferstehung des Herrn, die Tatsche selbst stand ihnen zweifellos fest, und Berichte von Augenzeugen dieses Vorganges. standen ihnen nicht zur Verfügung. Dagegen haben Beide Berichte über die Vorgänge am Östersonntag. Luk, 24, 9-49 und Joh. 20, 1--23. Des Johannes Bericht ist wieder eine Ergänzung des Lukasberichtes.
Zuerst stellt Johannes 20, 1—23 fest, daß Maria Mag- dalena noch im Dunkel der Nacht allein an das Grab des Meisters gegangen war. Sie hat doch in dieser Nacht vor Leid nicht schlafen können, sie. will allein am Grab des Meisters weinen. Als sie den Stein weggewälzt findet, eilt sie zurück zu den Jüngern, um ihnen die schreckliche Kunde zu bringen._Unterdes sind nach: Luk. 24, 1 eine Anzahl von Frauen an das Grab gegangen mit den von ihnen bereiteten Spezereien. Sie finden ebenfalls das Grab offen, gehen in weiblicher Neugierde hinein und erhalten die Engelsbotschaft: Der Herr ist auferstanden(Luk. 24, 2-10). Die Frauen kehren eilend zu den Jüngern zurück. Hatten die Jünger die Nachricht der Maria Magdalena für eine Täuschung ‚angesehen, so läßt sie die neue Nachricht nicht mehr ruhen, sie eilen, Johannes voran, zum Grabe. Dies erzählt Luk. 24, 11. 12 und ergänzend und ausführlich als Augenzeuge Joh. 20, 3—9. Maria Magdalena war zunächst zu Hause geblieben. Was soll ihr das leere Grab? Aber (lie Liebe zieht sie doch wieder zum Grabe, das sie erreicht, ohne den Jüngern und Frauen unterwegs begegnet zu sein, Weinend steht sie am Grabe und wagt erst nach und nach in das offene Grab zu sehen. Dort erblickt sie dann die Engel und hört aus ihrem Munde die Freudenbotschaft. Dort darf sie dann auch den geliebten Herrn selbst sehen und sprechen(Joh. 20, 11—18).
Wieder kümmert sich der Evangelist Johannes nur um den Bericht des Lukas, er erzählt nichts von der Erscheinung des Herrn, welche dem Petrus zu teil wurde, die Lukas 24, 34 erwähnt, Ee


