27 geißeln.(Joh. 19, 1—7). Des Johannes Bericht ist also eine kleine Richtigstellung von Luk. 23, 16—24. Johannes gibt 19, 8—16 charakteristische Ergänzungen zu dem Berichte, wie es endlich zur Verurteilung des Herrn kam,
16. Jesus auf dem Wege nach Golgatha.
Darüber berichtet Lukas 23, 26—32, Johannes hat nichts Neues beizufügen, doch gibt er noch die Erklärung des Namens Golgatha für seine nicht jüdischen Leser, (Joh. 19, 17. 18),
17. Jesus am Kreuze.
Auch hier nehmen wir die bewnßte Ergänzung des Lukasberichtes durch Johannes wahr,
Lukas hat 23, 34 nur Blick für den Herrn, dessen Fürbitte er als erstes berichtet. Johannes, der dabei war, als das Kreuz aufgerichtet wurde, gedenkt zuerst der Über- schrift, welche das Kreuz trug: 19, 19—22. Nun berichten Beide die Teilung der Kleider des Herrn(Luk, 23, 24 und Joh, 19, 23. 24), wobei Johannes als Augenzeuge Näheres mitteilt. Was Joh. 19, 25—27 erzählt, war ihm ein gar teures Vermächtnis des Herrn. Nach diesem hatte der Herr den Spott seiner ‚Feinde zu erdulden(Luk, 23, 35. 36). Was Lukas 23, 37 berichtet, stellt Johannes 19, 28. 29 richtig. Zu dem von Lukas 23, 39-46 Erzählten hat Johannes nichts hinzuzufügen, als das Triumphwort des Sterbenden: Es ist vollbracht(Joh. 19, 30). Die Erzählung des Johannes wäre eine sehr dürftige, wenn ihr nicht die Erzählung bei Lukas als Ergänzung zur Seite stände.
Daß die Kriegsknechte nahe daran waren, auch die Gebeine des Herrn Jesus zu brechen, erzählt Johannes (19, 31—37) als Augenzeuge. Ihm war dadurch die volle Überzeugung geworden, daß der Herr tot sei und diese Überzeugung muß er auch seinen Lesern übermitteln. Die Berichte über das Schiksal des Leichnams des Herrn ergänzen sich gegenseitig cf. Luk, 23, 50—55 und Joh, 19, 38--42,


