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für die Veröffentlichung vorgeschrieben, welche in dem gegenwärtigen Programme befolgt ist.
13. Januar 1885. Mitteilung einer Ministerial-Verfügung vom 24. Dezember 1884, welche Erläuterungen zu der unter dem 27. Mai 1882 erlassenen Ordnung der Reife- prüfungen an den höheren Schulen enthält. Unter anderen wird§ 12. 3. Abs. 2 über die Zulässigkeit der Kompensation nicht genügender Leistungen in einem Lehrgegenstande durch mindestens gute Leistungen in einem anderen obligatorischen Gegenstande dahin erläutert, dass nicht genügende Leistungen in je einem Gegen- stande durch mindestens gute Leistungen in je einem anderen als ergänzt erachtet werden könne. Der Gefahr eines Missbrauchs dieser Ausgleichung ist dadurch vorgebeugt, dass dieselbe nur für zulässig erklärt ist und ferner nicht jeder Grad der Mangelhaftigkeit in einem Gegenstande der Kompensation fähig ist, sondern die Leistungen keinesfalls unter das Mass herabgehen dürfen, welches für die Ver- setzung nach Prima erfordert wird.
28. Januar 1885. Abschrift einer Ministerial-Verfügung vom 17. Januar 1885, betreffend die Verwaltung der Schulbibliotheken. Es wird darin eine jährlich einmal, und zwar in der Zeit zwischen dem 1. Januar und 31. März, vorzunehmende Revision der Bibliothek angeordnet, zu welcher alle entlehnten Bücher einzufordern sind.
31. Februar 1885. Auf Grund einer Ministerial-Verfügung vom 3. Februar 1885 wird Bericht über die Zahl der schwerhörigen Schüler erfordert.
5. März 1885. Benachrichtigung, dass vom 1. April d. J. an Herrn Dr. Gundlach die vorletzte, Herrn Dr. Weis die letzte ordentliche Lehrerstelle am hiesigen Gym- nasium übertragen worden sei.
6. März 1885. Verfügung, dass der Anfang der diesjährigen Osterferien auf den Sonn- tag Palmarum anzusetzen sei.
7. März 1885. Verfügung, dass die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs in diesem Jahre am 21. März stattfinden solle.
III. Chronik.
Am Schluss des vorigen Schuljahrs, den 5. April 1884, schied Herr Professor Stoll, über dessen Pensionierung schon im letzten Programm p. 32 berichtet ist, aus dem Lehrerkollegium aus. Am Abende vorher hatten ihm die Schüler durch einen solennen Fackelzug ein Zeichen ihrer Anhänglichkeit und Dankbarkeit gegeben. Den folgenden Morgen entliess ihn der Direktor vor versammelten Klassen durch eine Ansprache, in der er die Verdienste, die er sich um das hiesige Gymnasium, an dem er 27 Jahre segens- reich gewirkt, sowie auch um die gesamte deutsche Jugend durch seine zahlreichen und weitverbreiteten Jugendschriften erworben, gebührend und dankend hervorhob. Zugleich überreichte er ihm die Insignien des Roten Adlerordens 4. Klasse, den ihm Se. Majestät der Kaiser und König anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amte mittelst Allerhöchster


