Aufsatz 
Die älteren Handschriften der Gymnasialbibliothek zu Weilburg / von Richard Gropius
Entstehung
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Der Text beginnt mit goldenem S auf blauem Grunde, dem Anfangsbuchſtaben eines mit SOLENT Beatissime Pater anfangenden, an einen Papſt*) gerichteten Vorworts des Über⸗ ſetzers, welches etwas über 4 ½ Seite füllt und ſich über das Original der vorliegenden Uberſetzung folgendermaßen ausſpricht: quaedam**) epistolia. M. Bruti graece conscripta quo tempore ipse: et Cassius mortuo Caesare bellum cum Dollobella pro Asia Syriaque prouinciis sibi per senatum decretis gesseruant. Et quae quidam Mitridates uir sane haud rudis, sed in dicendo satis peritus hinc inde dispersa colegit ac illis pro sua exercitatione ingenii carac- terem bruti imitando reseripsit.

Am Schluß dieſes Vorworts beginnt die Überſetzung der Briefe. Der erſte hat in roter Tinte die Überſchrift: BRVTVS. PERGAMENIS: und lautet: Audio uos dolobellae dedisse pecunias: quas siquidem sponte dedistis fassi estis mihi iniuriam. Si uero inuiti: ostendistis illas mihi ultro dare debere:.

Darauf folgt die Antwort unter der ſchwarzgeſchriebenen Überſchrift PERGAMENI: Pecunias***) dolobellae cum erat copia nobis: dare coacti sumus: Tu uero nobis succen- ses: quod eas tibi dare nolumus. Sed quod uolumus: id ex inopia facere nequimus:.,

Nun folgen immer abwechſelnd Brief und Antwort, jener unter roter Überſchrift in der Geſtalt eines den Adreſſaten angebenden Dativs, mit roter Initiale, dieſer unter ſchwarzer Über⸗ ſchrift in der Geſtalt eines den Abſender angebenden Nominativs, mit blauer Initiale. Im ganzen ſind es 35 Paar Briefe, welche 23 Seiten füllen. Am Schluß ſteht, die erſte Zeile rot, die bei⸗ den andern ſchwarz, die Subseriptio:

BRVTI EPISTOLAE. FELICITER. EX PLICIVNT.

Hierauf iſt ein größerer Raum freigelaſſen; dann folgt noch auf derſelben Seite der Titel

der nächſten Schrift, abwechſelnd rot und ſchwarz: FRANOCISCI. ARETINI IN PHALARIDIS. AGRIGEN TINI. TYRAMNI. EPISTOLAS AD ILLVSTRISSIMVM. PRINCI- PEM. MALATESTAM NOVEL LVM CESENAE. DOMINVM. PRO- HEMIVM.

Dieſes Prooemium beginnt mit goldener Initiale auf rotem Grunde und füllt die nächſten 5 ½ Seite. Dann folgen ohne beſondere Überſchrift, blos durch die Worte eingeleitet Sed iam phalarim audiamus die angekündigten Briefe in lat. Überſ. Jeder Brief zeigt in der Über⸗ ſchrift einen Dativ des Adreſſaten, der erſte davor noch den Nom. Phalaris. Auch hier wechſelt in den mit Majuskeln geſchriebenen Überſchriften Rot und Schwarz, in den Initialen Rot und Blau. Es ſind 138 Briefe, welche 87 Seiten füllen. Am Schluß der letzten findet ſich, wieder⸗ um abwechſelnd rot und ſchwarz, in Majuskeln die Unterſchrift: Phalaridis Agrigentini tyranni epistulae a Francisco Aretino traductae ad Malatestam Novellum feli. explici. und nach einem leergelaſſenen Raum die neue Überſchrift, die in gleicher Form erſcheint: Francisi Aretini in

*) Wohl Nicolaus V. **) Die Abkürzungen der Handſchrift mußten hier wie überall des Druckes wegen aasgelof werden.

) Die Initiale P iſt in der Handſchrift ausgelaſſen.