Aufsatz 
Die älteren Handschriften der Gymnasialbibliothek zu Weilburg / von Richard Gropius
Entstehung
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Die älteren Handſchriften der Gymnaſialbibliothek zu Weilburg,

beſprochen von Richard Gropius, Oberlehrer und Bibliothekar.

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Nr. 1. Ein Band von 22 Centimeter Höhe und 16 Centimeter Breite, enthaltend in lateiniſcher Aleberſetzung: a. Bruti epistolae et Mithridatis responsivae, b. Phalaridis epistolae,

c. Xenophontis Hiero.

Der Einband beſteht aus Holzdecken ohne Überzug mit angenageltem Lederrücken und einem Verſchlußhaken. Das Material iſt ſtarkes, graues Papier, das zu Quinternen zuſammen⸗ gelegt iſt, die jedoch nicht paginiert ſind. Jede Seite trägt 28 Zeilen; der innere und obere Rand iſt ſchmal, der untere und äußere ziemlich breit. Die Linien ſind in das Papier eingedrückt. Der ganze Band iſt abgeſehen von einigen jüngeren Randbemerkungen von derſelben Hand geſchrieben und zwar der Text mit einer blaßſchwarzen, die Uberſchriften bald mit ſchwarzer, bald mit roter Tinte. Die kleineren Abſchnitte beginnen abwechſelnd mit intenſiv blauen und roten Initialen ohne Verzierung, die größeren mit goldenen Initialen auf buntgemaltem Grunde mit einer zur Linken heraustretenden Verzierung in Schwarz und Gold. Hier und da finden ſich auf dem Rande kurze Bemerkungen von derſelben Hand in roter Farbe. Das ganze Buch iſt deutlich und gleichmäßig geſchrieben, wenn auch mit manchen Abkürzungen. Die Formen der Buchſtaben deuten auf das Ende des XV. oder den Anfang des XVI. Jahrhunderts. Die bemerkens⸗ werteſten Einzelheiten ſind folgende:

Auf der erſten Seite ſteht ganz oben, von ſehr ſpäter Hand geſchrieben, P. Capueinis Agonia Domini. Dann folgt, von der ma. pr. geſchrieben, der Titel der erſten der in dem Bande enthaltenen Schriften, die erſte und dritte Zeile mit roter, die zweite mit ſchwarzer Tinte. Er lautet:

BRVTI EPISTOLAE. ET MITRIDATIS. RES- PONSIVAE. INOIP. FELICI.

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