Aufsatz 
Entwurf einer griechischen Vorschule / von Gropius
Entstehung
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lung des Einzelnen das grammatische System gewahrt, auch wiegt in den ersten Theilen der Vorschule das nominale, in den späteren das verbale Element vor.

Vom Verbum wird im ersten Vierteljahr nur der Ind. der activen Tempora der Verba pura auf[und von eist] gelernt. Zur Verwendung kommen nur ganz regel- mässige Verba und von diesen zwar auch nur solche, deren Stammvocal in allen Formen lang ist, die nirgends contrahiren, deren Augment durch Vorsetzung von e nicht durch Vocaldehnung] und deren Reduplication durch Wiederholung des anlautenden Consonanten [und zwar ohne Umwandlung in einen verwandten] gebildet wird, die weder im Perf. Med. noch Aor. Pass. ein G einschieben. Es sind also ausser den Verbis mutis und 1,,», 9, sowie allen eigentlichen Anomalis durchweg vermieden Verba wie 1⁰να ſwegen Aνασοα neben 16à Er.], Tι⁴νέἀιο, 1τ,ουαα[wegen des contrahirten Praesens], dνοοει⁶⁵ι,ονQOãάG, drα‿- 1e0 wegen des Augments, beziehungsweise der Reduplication], zelεν[wegen z2εειιεαα nœm1drou ſwegen dæiνο und αουννασσνσα, dxi ſwegen des Augments und der Quan- tität des Vocals] und viele andere.

Das zweite Vierteljahr bringt dann die übrigen activen Formen derselben Verba, wobei die Bildung der Reduplication der mit mehreren Consonanten oder einer Aspirata anlautenden Verba nachgeholt wird.

Im dritten Vierteljahr wird zunächst das Medium, dann das Passivum derselben Verba eingeübt; hierauf folgen die Verba contracta und schliesslich die Regeln von der Bildung des Augments, resp. der Reduplication vocalisch anlautender Verba.

Das vierte Vierteljahr ist der Einübung der regelmässigen Verba muta gewidmet, wobei dem Schüler auch die starken Tempora vorgeführt werden.

Der Cursus des zweiten Jahres übt dann zunächst die Verba 7,*, v, Oo ein und wendet sich hierauf zu den Verben auf; mit ihnen schliesst die Vorschule; die Verba anomala sind erst im Anschluss an die Lectüre der Anabasis nach einer systematischen Grammatik zu erlernen.

Nach dieser Uebersicht über die Behandlung des Verbums im allgemeinen wende ich mich zu§ 6 im einzelnen. Derselbe lautet in der Formenlehre folgendermassen:

Die griechische Sprache unterscheidet bei der Conjugation wie bei der Decli- nation drei Numeri: sie hat ausser Singular und Plural auch noch einen Dual. Dieser kommt zur Anwendung, wenn nur von zwei Personen oder Sachen die Rede ist.

Die griechische Grammatik unterscheidet zwei Haupt-Conjugationen: die erste umfasst die Verba auf, die zweite die Verba auf ⁴α³.

Der Ind. Praes. Act. der Verba auf hat folgende Flexionsendungen:

Sing. 1. Du. 1. fehlt Plur. 1. OMce 2. 2eg 2.&r0» 2. 212 3. 84 3. Aro* 3. 090,0()*

Die 1. Du. wird im ganzen Verbum durchweg durch die 1. Plur. ersetzt.

Das» am Schluss der 3. Plur. steht nur vor vocalisch anlautenden Wörtern und vor grösseren Interpunctionen. Es ist ein sogenanntesbewegliches» oder » 8&1 2 12 6*.

Die Art, wie die vorgeführten Flexionsendungen an den Stamm gehängt wer-

den, zeigt das Paradigma.[Folgt der Ind. Praes. Act. von α‿νεεοα. 2*