Aufsatz 
Entwurf einer griechischen Vorschule / von Gropius
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Wie man sieht, wird von der Entstehung der vorliegenden Flexionsendungen aus Bindevocal und Personalendung vor der Hand nicht geredet: vom Accent braucht ebenso- wenig gesprochen zu werden, da er in allen vorkommenden Formen derselbe ist. Als Paradigma ist ein zweisilbiger Stamm gewühlt, weil sich an einem solchen die das Ver- bum betreffenden Accentregeln besser einüben lassen: man denke nur an raldevoaz, raαdedgœν /ůund αιeεασά.

Das Uebersetzungsstück enthält nur Verbalformen.

Mit§ 7 beginnt die Lchre von der Flexion der Nomina. Zuerst kommt die vocalische Declination zur Sprache, von§ 25 an die consonantische. Im Wesentlichen wird die Nominal-Flexion im zweiten Vierteljahr zum Abschluss gebracht, nur die Nu- meralia und ein Theil der Pronomina sind dem dritten resp. vierten Vierteljahr vorbe- halten.

Substantiva, Adjectiva und Pronomina gleicher Bildung werden möglichst zusammen behandelt, Motion und Comparation der Adjectiva, sowie die Bildung der Adverbia von Adjectiven werden gelegentlich eingeschoben, die gebräuchlichsten Anomala am Schluss des ersten Semesters vorgeführt.

In den Uebersetzungsstücken wird streng darauf gehalten, dass nirgends der gram- matischen Lehre vorgegriffen wird: indessen werden die wichtigsten Praepositionen, Conjunctionen und Adverbia, sowie die Interjection ³⁴ als Vocabeln bei der Lectüre mitgelernt.

Die allgemeinen Accentregeln bilden kein Capitel für sich, sondern wer- den ganz allmählich bei der Behandlung der vocalischen Declination eingeübt: die Atona werden mit dem Artikel zusammen besprochen, die Lehre von den Encliticae knüpft sich an esut an, welches, abgeschen von den früher erscheinenden Formen Jy und Joανr, zum ersten Mal in§ 21 auftritt. Durch diese Anordnung, glaube ich, wird die Schwierigkeit, die in der Regel mit der Einübung der erwähnten Accentregeln verbunden ist, im wesent- lichen gehoben..

Was ferner die Veränderungen der Buchstaben in Folge der sogenannten Wohllautsgesetze und Contractionsregeln anlangt, so werden dieselben ebenfalls ganz all- mählich eingeübt und nur da berücksichtigt, wo es unumgänglich nöthig ist.

Einzelne unregelmässige Bildungen, zumal von weniger gebräuchlichen Wörtern, wie dsοσσπασιαασα, 16ας, SG werden durch gänzliche Vermeidung der betreffen- den Wörter im Lesebuch fern gehalten.

Ich gehe zum Einzelnen über.

§ 7 spricht zunächst im Allgemeinen von der griechischen Declination, worüber Folgendes gesagt wird:

Die griechische Sprache bedient sich wie die deutsche des bestimmten Artikels; auch unterscheidet sie wie diese drei Genera: Masculinum, Femininum, Neutrum. Sie hat fünf Casus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Accusativ, Vocativ; der Dual hat nur zwei Formen, von denen die eine den Nominativ, Accusativ und Vocativ, die andere den Geni- tiv und Dativ bezeichnet; im Plural ist der Vocativ dem Nominativ durchweg gleich.

Hierauf folgt die Declination des Artikels, woran sich die Lehre von den Atona anschliesst, die vollständig aufgezühlt werden.