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geognostischen Compasses angeleitet werden. Dem botanischen Unterricht wurde abs Aufgabe gestellt die Bekanntschaft mit den häufigsten wild wachsenden phanerogamischen Gewächsen der Nassauischen Flora nach Linnée'scher Bestimmungsweise, und geläufige Kenntniss des Wichtigsten aus der Morphologie, sowie des natürlichen Pflanzensystems nach Decandolle und Bestimmen nach demselben, die allerwichtigsten Formen der kryptogamischen Gewächse, die Heilgewächse, Giftpflanzen, Forstculturpflanzen, und das Nothwendigste aus deren Anatomie und Physiologie. In der Zoologie sollte ein Ueberblick des ganzen Thierreichs nach Cuvier, eine Anleitung zum Bestimmen von Wirbelthieren, Insecten und Conchylien, namentlich unter Berücksichtigung derjenigen Thiere, welche für Forst- und Arzneikunde Bedeutung haben, und eine schematische Uebersicht über Skelet- und Muskel- bildung, Blutumlauf und Ernährung zum Vortrag kommen. Der Unterricht im Zeichnen soll in den des constructiven und den des freien Zeichnens zerfallen; ersterer soll das geo- metrische Zeichnen, die descriptive Geometrie bis zur Darstellung schwieriger Durchdringungen und windschiefer Flächen, sowie von Maschinentheilen und einfachen ganzen Maschinen nach vorgelegten Modellen, Perspective bis zu einer Fertigkeit in der Construction perspectivischer Bilder von nicht zu complicirten Gegenständen nach Modellen, und Licht- und Schattenlehre umfassen, letzterer Uebung des Sinnes für schöne Formen, sodann der Kunst, Formen und Maasse mit Genauigkeit zu beobachten, ferner Sicherheit der Hand bei der Wiedergebung vorgeschriebener Figuren, endlich auch die Erlangung einer Fertigkeit in der Darstellung von Körperformen und kleinen Landschaften bezwecken, auch soll besonderer Werth auf die Fertigkeit in der Technik des Situationszeichnens gelegt werden. Der deutsche Sprach- unterricht soll den Schüler in die Meisterwerke der vaterländischen, sowie der alten und der neuen ausländischen Litteratur, sofern diese nicht in der Ursprache gelesen werden können, sowie in die Geschichte der deutschen Litteratur einführen, und denselben im sprachrichtigen, folgerechten und angemessenen schriftlichen und mündlichen Ausdrucke seiner Gedanken üben, wobei der letztere Zweck nicht bloss durch die deutschen Aufsätze zu erreichen ist, sondern auch durch die verschiedenen schriftlichen Arbeiten und die freien mündlichen Vor- träge aus anderen wissenschaftlichen Gebieten des Unterrichts. In der französischen Sprache soll Gewandtheit in deren selbstständigem schriftlichen und mündlichen Gebrauche erzielt werden, zur Lectüre sollen Chrestomathien und französische Schriftsteller aus der classischen Periode und aus der neueren Zeit dienen, und bei dem Uebersetzen aus dem Deutschen in das Französische besondere Sorgfalt auf feste Einprägung der grammatischen Regeln verwendet werden, die wichtigsten Momente der französischen Litteraturgeschichte sind zu berücksichtigen, und die Fertigkeit im Gebrauche der französischen Sprache theils durch Uebung im raschen Uebersetzen leichterer Stücke, theils durch Memoriren passender Abschnitte der Lectüre(in den letzten Jahrescursen durch freies Reproduciren des Inhalts derselben), theils durch freie schriftliche Arbeiten, namentlich unter Berücksichtigung des Briefstyls, theils endlich durch freie mündliche Vortri äge zu erwerben. In der englischen Sprache wird ein annähernd gleiches Ziel wie bei dem Unterricht in der französischen
Sprache gesteckt, und der Unterricht soll in ähnlicher Weise wie jener geführt werden; zur 4*


