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anderen gemacht wurden, ist natürlich. Dass aber in den meisten Fällen der benachtheiligte Theil diejenigen Schüler waren, welche mit der Quarta ihre Schulbildung abschliessen wollten, konnte nicht vermieden werden, da ja unter allen Umständen der Lehrplan als ein wohlgeordnetes Ganze auftreten musste. Die Schüler der städtischen Realschule wollten sich der grösseren Zahl nach später entweder dem Kaufmannsstande widmen, oder ein anderes Gewerbe betreiben, und suchten in der Schule vorzugsweise Unterricht in den neueren Sprachen, sowie in der Mathematik und den Naturwissenschaften. Als daher die städtische Realschule noch gesondert für sich bestand, wurde durch alle 4 Classen derselben Französisch, und in den 3 oberen Classen Englisch gelehrt, eine Einrichtung, deren Zweckmässigkeit für die damalige Anstalt Niemand bezweifeln wird. Durch den Hinzutritt des Realgymnasiums musste sich dieses Verhältniss ganz anders gestalten. Das Lateinische musste in den Unter- richtsplan aufgenommen, und, wenn das Ziel, einen nicht allzu schweren lateinischen Schrift- steller verstehen zu können, erreicht werden sollte, bereits in der untersten Classe begonnen werden. Da man aber in so jungen Jahren nicht zwei fremde Sprachen zu gleicher Zeit beginnen kann, so wurde das Französische eine Classe weiter hinauf geschoben, und den künftigen Kaufleuten und Gewerbetreibenden ging ein Jahr für den französischen Unterricht verloren. Noch grösser war der Verlust, welchen dieselben in dem Unterrichte der englischen Sprache erlitten. Sie hatten früher durch 3 Classen englischen Unterricht, jetzt nur in einer einzigen. Was den mathematischen ÜUnterricht betrifft, so hatte vor der Vereinigung der Anstalten der Schüler der Realschule bei seinem Austritt aus der Schule die Planimetrie absolvirt, und kannte die Flächenberechnung, ja es war möglich, ihn auch mit der Aus- rechnung der bekanntesten körperlichen Räume vertraut zu machen. Nach der Vereinigung stand er bei seinem Austritt mitten in der Planimetrie, von der Berechnung räumlicher Grössen hatte er noch Nichts gehört, dagegen hatte er eine Reihe anderer geometrischen Wahrheiten kennen gelernt, die ihm auf seiner Stufe hätten füglich unbekannt bpleiben können. Es ist nicht nöthig, auf noch andere Unterrichtsgegenstände, wie Physik und Chemie, einzugehen, und es genüge daher nur noch die Bemerkung, dass, da das Lateinische in den 4 unteren Classen mit 15 Stunden wöchentlich gelehrt wurde, ebenso viele Stunden den übrigen Unterrichtsgegenständen abgebrochen werden mussten. Es konnte nicht ausbleiben, dass sich die erwähnten Uebelstände bald fühlbar machten, und so sehen wir die Schüler- zahl von 212 im Jahre 1847 auf 122 im Jahr 1853 herabsinken, während eine von einem Privaten, der das vorhandene Bedürfniss richtig erkannte, errichtete Handels- und Gewerbe- schule sich einer bedeutenden Frequenz zu erfreuen hatte. Auf diese Weise stellte sich die Nothwendigkeit heraus, Veränderungen im Lehrplan vorzunehmen, um den Bedürf- nissen derjenigen Schüler mehr zu entsprechen, welche bloss die 4 unteren Classen der Anstalt besuchen konnten, und damit ihre Schulbildung abschliessen wollten. Diese Veränderungen traten von Ostern 1854 an ein und bestanden hauptsächlich in Fol- gendem: 1) Der Unterricht im Französischen und Englischen erhielt eine weit grössere Ausdehnung. Das Französische wurde schon in der untersten Classe mit 6 wöchentlichen Stunden begonnen, das Englische statt in der vierten Classe in der fünften mit wöchentlich


