Aufsatz 
Geschichte der Anstalt während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens / von Greiss
Entstehung
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zu bestimmen, sobald nicht besondere Schwierigkeiten dabei obwalten, und ausserdem eine hinreichende Bekanntschaft mit der Terminologie und Systemkunde haben.

Kunstfertigkeiten. Die Uebungen im Schönschreiben erstrecken sich mit allmählig abnehmender Stundenzahl auf die 4 untersten Classen. Die Schüler sollen es nicht ploss dahin bpringen, langsam eine reinliche, regelmässige und deutliche Hand zu schreiben, sondern sie sollen auch bei dem weit öfter vorkommenden Geschwindschreiben billigen Anforderungen genügen, was anfänglich besonders durch die Taktirmethode zu erreichen sein wird.

Der Unterricht im linearen Zeichnen wird, wenn es die Zeit gestattet, als Vorbereitung auf die Geometrie, schon in der untersten Classe zu beginnen haben, während die Uebungen im freien Zeichnen erst in der nächsthöheren Classe hinzutreten. Der Zeichenunterricht geht von hier durch alle Glassen hindurch. Am Ende des ganzen Cursus soll der Schüler des ausgeführten freien Handzeichnens hinreichend mächtig und im Stande sein, selbst etwas complicirte räumliche Gegenstände sowohl nach den Grundsätzen der Perspective, als nach den Vorschriften der descriptiven Geometrie graphisch darzustellen.

Die Uebungen im Modelliren finden ploss in den obersten Classen der Anstalt statt. In diesem wird es der Schüler zuletzt dahin bringen, nicht zu schwierige gegebene Objecte richtig nachzubilden.

Der Gesangunterricht zerfällt in den elementaren, welcher in der untersten Classe ertheilt wird, und in die Einübung mehrstimmiger Gesangstücke. Letztere findet in Stunden statt, auf welche keine anderen Lectionen fallen, so dass die Schüler nach den Stimmen geordnet und in einzelnen Abtheilungen wie im Ganzen zweckmässig geübt werden können.

Der Unterricht im Turnen wird im Laufe dieses Jahres geregelt werden.

Der hier mitgetheilte Lehrplan wurde im ersten Jahr in Beziehung auf die fremden Sprachen noch nicht befolgt, indem das Lateinische erst in der drittuntersten, das Französische schon in der untersten, und das Englische in der zweituntersten Classe angefangen wurde. Ferner verschwand schon nach zwei Jahren das Modelliren aus der Reihe der Unterrichts- gegenstände. Die Beschaffung und Einrichtung eines Turnplatzes verzögerte sich so, dass der Turnunterricht erst im Sommer 1847 begonnen werden konnte. von da an aber Sommers regelmässig an je 2 Abenden in der Woche fortgesetzt wurde. Was nun die Anzahl der wöchentlichen Stunden betrifft, in welchen die einzelnen Unterrichtsgegenstände in den verschiedenen Classen gelehrt wurden, so finden wir für das Deutsche von Septima angefangen 6, 4, 3. 3. 4, 4 und 4. Es sei hier ein für alle Mal bemerkt, dass, wenn der Stundenplan in einem oder dem anderen Jahre in einer oder der anderen Classe für einen Lehrgegenstand eine Stunde mehr oder weniger ausweiset, dies hier in der Regel nicht besonders bemerkt werden soll, weil solche Abweichungen von der normalen Stundenzahl immer nur von kurzer HDauer waren. Für das Lateinische finden wir 6, 4, 3, 3, 3, 3 und 3 Stunden; für das Französische von Sexta an 4. 4, 3, 3, 3 und 3, doch wurde öfter in einigen Glassen im Wintersemester eine Stunde mehr ertheilt. Das Englische trat von Quarta an mit 3, 3, 2