Aufsatz 
Geschichte der Anstalt während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens / von Greiss
Entstehung
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sind, von 1857 bis jetzt, beträgt die durchschnittliche Schülerzahl 94. Die in den Jahren 1845 1857 die gegenwärtige Anstalt repräsentirenden Oberclassen waren im Mittel nur von 37 Schülern besucht, ein Beweis, dass das Vertrauen, dessen sich die Anstalt erfreut, durch die neue Organisation im Jahre 1857 bedeutend gewachsen ist. Die Maagtszcklichsten Schwankungen in der Schülerzahl machen sich in den ersten 12 Jahren bemerklich. In den 3 ersten Jahren finden wir ein Wachsen von 130 auf 208 und dann auf 212. von da bis zu dem Jahre 1854 ein Abnehmen mit der einzigen Ausnahme des Jahres 1851/52, wie die Zahlen 188, 137, 136, 144, 128 und 122 beweisen, von 1854 bis 1857 endlich tritt wieder ein Wachsen ein, da in den betreffenden Jahren die Schule von 149. 158 und 166 Schülern besucht wurde. Die Schwankungen sind seit der Prennung viel unbedeutender und befolgen keine Perioden mehr. Die geringste Schülerzahl in diesem Zeitraume plieb 10 unter dem Mittel zurück(84 in dem Jahre 1863/64), die grösste überstieg das Mittel um 19(113 im Jahre 1869/70). Die geringste Frequenz während der sümmtlichen 25 Jahre hatte die Schule im Jahre 1853/54, in welchem sie bei achtjährigem Cursus nur 122 Schüler zählte, die höchste in dem eben abgelaufenen Schuljahre, in welchem sie pei nur vierjährigem Cursus von 113 Schü- lern besucht wurde. Bis zum Jahre 1857 wurden auch Hospitanten zugelassen. Sie hatten aber zuvor stets erst die Genehmigung der Regierung zu erwirken. Die ersten finden wir im Jahre 1851. Es waren 2 an der Zahl. In dem darauf folgenden Jahre sind es pereits 6, dann nur 3 in 1853, je 5 in 1854 und 1855. und endlich stieg im Jahre 1856 ihre Zahl sogur auf 13. Obgleich denselben bei ihrem Eintritt die Verpflichtung auferlegt wurde, allen Anordnungen der Schule genau nachzukommen, hatte die Einrichtung doch Unzuträglich- keiten zur Folge, die nicht ganz vermieden werden konnten. Bei der Reorganisation im Jahre 1857 verordnete daher die Regierung, dass hinfort keine Hospitanten mehr zugelassen werden sollten. Dagegen wurden im Jahre 1858 und dann wieder in den Jahren 1864 1867 jährlich 2 junge Männer, die eben ein Schullehrerseminar absolvirt hatten, mit Unterstützung von Seiten der Regierung an das Realgymnasium geschickt, um in dem Zeichenunterricht speciell ausgebildet, und dann als Zeichenlehrer an einer Gewerb- oder Realschule des Landes verwandt zu werden.

Mit Rücksicht auf die Confession verhielt sich im Durchschnitt die Zahl der katho- lischen Schüler zu derjenigen der evangelischen wie 1 zu 3,9. Die einzelnen Jahre zeigen im Allgemeinen keine grossen Abweichungen von diesem Durchschnittsverhältniss. Eine Aus- nahme machen nur die Jahre 1857,58 und 1866/67. Im ersteren finden wir auf einen katho- lischen Schüler sogar 5,3, im letzteren dagegen nur 2,46 evangelische Schüler. Deutsch- Katholiken befanden sich unter den Schülern in den Jahren 1847 1854 und 18601864. Die grösste Anzahl derselben überstieg jedoch nicht die Zahl 4, welche sie im Jahre 1850 erreichte. Israeliten finden sich von der Gründung an bis zur Abtrennung der Unterclassen, in den Jahren 1846 und 1847 betrug ihre Zahl sogar 13. Seit 1857 hat kein Israelit mehr das Realgymnasium pesucht.

So lange das Realgymnasium seine eigenen Unterclassen besass, also bis zum Jahre 1857,

überwog natürlich die Zahl der Schüler von Wiesbaden diejenige solcher Schüler, deren 2