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behaupteten, dass die Stellung eines Krystalls zwischen den Magnetpolen nicht einer von der magnetischen oder diamagnetischen Beschaffenheit der Materie unabhängigen Wirkung zu- zuschreiben sei, sondern dass sie vielmehr ganz wesentlich durch jene bedingt werde, und dass überhaupt in diamagnetischen wie in magnetischen Körpern, deren Molecüle nicht nach allen Seiten hin gleichweit von einander abstehen, die diamagnetische oder magnetische Wir- kung, welche sich an ihnen zwischen den Polen kundgibt, immer in derjenigen Richtung am stärksten sei, in welcher die materiellen Theilchen am nächsten bei einander sind. Durch die Untersuchungen dieser beiden Physiker veranlasst änderte Plücker seine Vorstellung von dem Vorgange noch einmal dahin ab, dass unter der inducirenden Wirkung eines Mag- netpols jedes kleinste Theilchen eines Krystalls polar-magnetisch oder polar-diamagnetisch werde. Aber die Polarität trete nicht, wie bei der gewöhnlichen Induction, nach einer veränderlichen Richtung auf, die bloss nach der Lage der Pole bestimmt werde, sondern je nach der Krystallform nach einer oder mehr als einer festen Richtung, welche Richtungen er die magnetischen Axen des Krystalls nennt. Die Krystalle haben nun entweder keine, oder eine, oder zwei magnetische Axen, je nachdem sie dem regulären, oder dem qua- dratischen und hexagonalen, oder endlich einem der drei letzten Krystallsysteme angehören. Die Krystalle sind magnetisch-positiv, oder magnetisch-negativ, je nachdem ihre magne- tischen Axen von den Magnetpolen angezogen oder abgestossen werden. Bei den magnetisch einaxigen Krystallen ſällt die magnelische Axe stets mit der krystallographischen Hauptaxe und also auch mit der optischen Axe zusammen, dagegen wird nicht mehr behauptet, dass alle magnetisch positiven oder negativen Krystalle auch optisch positiv oder negativ seien.


