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an welche er gebunden ist. Wie man hier eine gegenseitige Einwirkung von Wärme und Magnetismus nachgewiesen hatte, so behauptete auch Morichini zu Rom(1812), dass un- magnetische Stahlnadeln durch Contakt des violetten Lichtes magnetisch werden. Durch diese Behauptung und die scharfsinnigen Versuche der Lady Mary Sommerville entstand ein langer Streit, der erst in der neueren Zeit sein Ende erreichte, als Riess und M oser in dieser Hinsicht zu ganz negativen Resultaten gelangten.
Bis in die neuere Zeit hatte man vorzugsweise vier verschiedene Methoden, die Mag- netkraft zu bestimmen. Sie gründeten sich nämlich auf die Bestimmung entweder 1) der Masse, welche durch die Anziehung der magnetischen Kraft im Gleichgewicht gehalten wird (Tragkraft), oder 2) der elastischen Kraft, welcher durch den Magnetismus das Gleich- gewicht gehalten wird(Torsionsbeobachtungen), oder 3) der Bewegungsgrösse einer be- stimmten Masse durch die anziehende Wirkung eines Magnets(Schwingungsbeobachtungen), oder endlich 4) der Ablenkung einer Magnetnadel aus dem magnetischen Meridian durch die Einwirkung eines Magnets. Bei allen diesen Messungen war man jedoch abhängig von der Natur der gebrauchten Magnete, und alle durch diese Methoden gewonnenen Maasbestim- mungen waren daher auch nur relativer Art- Gauss(1777— 1855) jedoch ist es gelungen, die Ablenkungsmethode so einzurichten, dass sie ein absolutes Maas gewährt. Ohne den in Anwendung kommenden Magneten einen Einfluss auf die zu gewinnenden Resultate zu ge- statten, macht er dieselben nur abhängig von der sich immer gleichbleibenden Schwerhkraft. Da aber die Schwerkraft zwar an einem und deiaselben Orte immer constant ist, dagegen an verschiedenen Orten eine verschiedene Intensität hat, so konnte er als Maas derselben nicht, wie gewöhnlich geschieht, die Acceleration einführen, weil ja sonst wieder die an verschie- denen Orten gewonnenen Resultate verschieden gross ausfallen würden, sondern er setzte diejenige Schwerkraft= 1, welcher in der ersten Secunde ein Fallraum von 1 mm. ent- spricht. Seine Maaseinheit für die Intensität des Magnetismus ist nun diejenige Kraft, die, wenn zwei Magnete in der Entfernung von einem Millimeter auf einander wirken, eine Dre- hung hervorbringt, welche so gross ist, wie diejenige, welche die Masse von einem Milli- gramm auf das Ende eines Hebels von der Längeneinheit eines Millimeters wirkend durch den Einfluss der Einheit der Schwerkraft hervorbringen würde. Gauss verö%ffentlichte diese seine Methode, die magnetische Kraft nach absolutem Maas zu messen, zuerst in den Com- menlationes recentiores Societatis Gottingensis in den Jahren 1832—1837.
Wenn man bisher der Meinung war, dass der Magnet sich gegen die bei Weitem grosse Mehrzahl der Körper ganz indifferent verhalte, und dass nur die wenigen s. g. magnetischen Körper seiner Einwirkung unterworfen seien, so ist dies jetzt anders geworden. Becque- rel, der Vater, hat der philomatischen Gesellschaft in ihrer Sitzung am 31. März 1827 die Beobachtung mitgetheilt, dass das Wissmuth und das Antimon, und zwar nur diese beiden Metalle, eine merkbare Repulsion auf beide Pole einer Magnetnadel ausüben. Becquerel hat sich hierzu eines von Lebaillif construirten, sehr empfindlichen magnetischen Instru- ments bedient. Es verdient aber wohl bemerkt zu werden, dass etwas Aehnliches schon in früherer Zeit beobachtet wurde. In„Antonii Brugmanns Hagnetismus seu de afhni-


