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ren Beobachtungen habe schliessen können. Allein Tobias Mayer zeigte im Jahre 1760 und Lambert einige Jahre später, dass auch die magnetische Kraft, wie die anderen Kräfte der Natur, sich verkehrt wie das Ouadrat der Entfernung verhalte. Coulomb (1736— 1806) gebührt das Verdienst, dieses Gesetz mit Hilfe seiner Torsionswage zuerst genau bestimmt und ausser allen Zweifel gestellt zu haben.
Halley ist der erste gewesen, der das Nordlicht für eine magnetische Erscheinung erklärte, als er von der königlichen Societät zu London aufgefordert wurde, das in ganz England am éten März 1716 geschene grosse Meteor zu erklären. Er sagt, das Meteor sei demjenigen analog, welches Gassendi zuerst 1621 mit dem Namen aurora borealis belegt hätte. Noch vor Halle y's Tod bekräftigte Olav Peter Hiorter, Professor zu Upsala(1696— 1750), den von Halley nur vermutheten Zusammenhang zwischen einem ge- sehenen Nordlichte und dem gestörten normalen Gang der Magnetnadel. Es war nämlich am 1ten März 1741 des Abends, als Hiorter zum ersten Male einen Nordschein gegen Sü- den, und zugleich eine grössere Aenderung der Magnetnadel beobachtete, nachdem er zu- vor zwar verschiedene Male die Unordnung der Nadel bemerkt, aber des trüben Himmels wegen keinen Nordschein beobachtet hatte. Celsius(1701— 1744) hatte schon einige Wochen vorher an Graham(1675— 1751) nach London geschrieben, er möchte doch zu denselben Zeiten tägliche Beobachtungen an der Magnetnadel anstellen, wie er zu Upsala, so dass, wofern sie in Schweden unordentlich würde, man erfahren könnte, ob sich dies auch an mehreren und entlegeneren Orten zugetragen hätte. Die Nadel zeigte sich wirklich zu London zu eben der Zeit, wie in Upsala, ebenso unordentlich und zwar so sehr, dass Graham in seinem Berichte meldete, er habe dergleichen noch nie bemerkt. Von einem Norqdlicht meldete er Nichts, weil er ohne Zweifel nicht gewohnt war, bei solchen Vorfällen darnach zu sehen. Diese ausserordenilichen Störungen der Declination bei Erscheinung eines Nord- lichts wurden dann durch Wargentin, Canton und Wilcke noch specieller erforscht.
Dass die Temperatur einen Einfluss auf die magnetische Kraft ausübe, ist schon seit langer Zeit bekannt, Canton(1718—1772) hat bereits darauf aufmerksam gemacht, und dann vornämlich Saussure. Aber der numerische Werth dieses Einflusses ist vor Cou- lomb nicht untersucht worden. Coulomb hat zu dessen Ausmittelung Magnetnadeln bis zu einem gewissen Punkte erhitzt, und den Wärmegrad durch Eintauchen in Wasser be- stimmt. Die Resultate, zu denen er auf diese Weise gelangte, sind aber schr specieller Art, und Coulomb hat, mindestens aus dem zu schliessen, was Biot über seine Unter- suchungen anführt, Nichts gethan, um ihnen eine allgemeinere Gültigkeit zu geben. Später haben sich mit diesem Gegenstande fast zu gleicher Zeit Christie, Hansteen und Kupf- fer beschäftigt. Im Jahre 1829 veröffentlichten Ludwig Moser und Peter Riess ihre Untersuchungen in dieser Beziehung. Das Resultat, zu welchem ihre Untersuchungen führ- ten, lässt sich in folgende Sätze zusammenfassen: Die Wirkung der Wärme auf den Mag- netismus ist eine doppelte; die eine Art der Einwirkung hängt von dem Träger des Magne- tismus ab, und gestaltet sich für weichen Stahl, für harten Stahl und für Eisen anders; die andere Art scheint den Magnetismus allein zu afficiren und ist unabhängig von der Masse,


