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an dem Boracit, Mesotyp, Prehnit und Kieselzinkerz. Ausserdem machte er zuerst auf den Zu- sammenhang zwischen diesen Erscheinungen und der Krystallform aufmerksam. Er suchte in der electrischen Polarität die Ursache der geneigtflächigen Hemiédrie, und setzte letztere bei allen pola- risch-electrischen Krystallen voraus, doch kehrte er seine Behauptung nicht um, und wirklich sind auch viele Substanzen in Tetraédern oder anderen geneigtflächig-hemiédrischen Formen bekannt, in welchen man keine polarische Electricität hat erregen können. Ausgemacht ist jedenfalls,
dass man noch nie parallelflächige hemiédrische Formen polarisch-electrisch gefunden hat, und dass
die ausgezeichnetsten ungeschlossenen hemiédrischen Körper und von den geschlossenen viele geneigtflächig-hemiédrische Körper durch Temperaturveränderung stark polarisch-electrisch werden. Ehe wir jedoch weiter gehen, sei bemerkt, dass man in neuerer Zeit die in Rede stehenden Erscheinungen pyroëlectrische genannt hat(nicht etwa, um dadurch anzudeuten, dass zu dieser Electricitätserregung ein hoher Wärmegrad nöthig sei, sondern um sie von den Erscheinungen der Thermoélectricität zu unterscheiden), und dass man, um eine kurze Be- zeichnung der pyroélectrischen Pole zu haben, analogen Pol denjenigen Pol nennt, an wel- chem die algebraischen Zeichen des Temperaturzuwachses und der dadurch erregten Electricität übereinstimmen, und antilogen Pol denjenigen, für welchen diese Zeichen einander enl- gegengesetzt sind, so dass durch Erwärmung der analoge Pol positiv, der antiloge negativ, durch Abkühlung der analoge negativ, der antiloge positiv electrisch wird. Brewster wandte bei seinen pyroélectrischen Untersuchungen ein feineres Prüfungsmittel an, indem er sich der inneren Haut aus der arundo phragmitis, die in kleine Stückchen geschnitten und getrocknet wurde, oder auch der electrischen Nadel bediente, und dadurch wurde es ihm möglich, die Reihe der pyroélectrischen Körper durch folgende Krystalle zu vergrössern: Scolezit, Mesolith, grönländischer Mesotyp, Kalkspath, gelber Beryll, Schwerspath, schwefelsaurer Strontian, koh- lensaures Blei, Diopsid, rother und blauer Flussspath, Diamant, gelbes Auripigment, Analcim, Amethyst, Quarz aus der Dauphiné, Idocras, natürlicher Schwefel, Granat und Dichroft. Er untersuchte ferner die aus wässerigen Lösungen gebildeten Krystalle und fand folgende pyro- electrisch: weinsteinsaures Kali-Natron, Weinsteinsäure, kleesaures Ammoniak, chlorsaures Kali, schwefelsaure Natron-Magnesia, schwefelsaures Ammoniak, schwefelsaures Eisenoxydul, schwe- felsaure Magnesia, blausaures Eisen-Kali, Zucker, Bleizucker, kohlensaures Kali, Citronensäure und Ouecksilbersublimat. Durch spätere Versuche wurde die Reihe noch vervollständigt durch den Rhodicit, Struvit, Axinit, Titanit und Schwerspath. Es muss jedoch bemerkt werden, dass Gustav Rose und Riess an den meisten der von Brewster für pyroblectrisch er- Klärten Krystalle keine Pyroélectricität beobachten konnten. Köhler, Erman, G. Rose, Riess und Hankel beschäftigten sich auch mit der Frage, ob man schon an der Krystall- form die Lage der electrischen Pole und die Art der Electricität im Voraus bestimmen könnte, welche die Krystalle durch Temperaturveränderung erhalten, so dass man nicht immer nöthig hätte, sie jedesmal erst einem Versuche zu unterwerfen. Es wurden dadurch folgende Re- sultate festgestellt: Der Boracit kommt häufig in Würfeln vor, an welchen die zwölf Kanten und auch vier Ecken so abgestumpft sind, dass jede davon herrührende Fläche einer nicht abgestumpften Ecke grade gegenüber steht. Solche Krystalle haben vier verschiedene electrische Axen, von welchen jede durch eine nicht abgestumpfte Ecke und durch die Mitte der ent- gegengesetzten Abstumpfungsfläche geht. Die Enden dieser Axen an den abgestumpften Ecken sind die analogen Pole. Das Kieselzinkerz wird äusserst selten in vollkommen ausgebildeten


