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Rector am 10. November noch einen besonderen Antrag auf Ausrüstung derselben mit Kafhedern und Wandtafeln. Ein Beschluss Kurfürstlicher Stadtschulcommission vom 16. Januar benachrichtigte hierauf den Rector, dass nach einer Mittheilung des Oberbürgermeisters der Residenz vom 3. Januar die Anschaffung von zwei Kathedern und zwei Wandtafeln für die Realschule genehmigt worden sei, und der Stadtbaumeister deshalbigen Auftrag erhalten habe. Die Aufstellung der beiden Katheder erfolgte am 15. und am 17. Februar; der Ablieferung der Wandtafeln sehen wir bei der Redaction dieser Nachrichten noch entgegen.
Durch allerhöchstes Rescript vom 5. April 1865 war der seit dem Beginn des Jahres 1862 in unserer Anstalt wirkende Dr. Heinrich Möhl zum ordentlichen Reallehrer ernannt worden, wovon die Nachricht durch einen Beschluss Kuͤrfürstlicher Stadtschulcommission vom 24. April anher gelangte. Schon bald darauf mussten wir indessen mit grosser Betrübniss diesen durch Kenntnisse und Lehrtalent gleich ausgezeichneten Collegen von uns scheiden sehen, da derselbe zufolge aller- höchster Eotschliessung durch einen Beschluss Kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 9. Mai mit der Versehung einer Lebrerstelle an der höheren Gewerbschule dahier beauftragt wurde und seine neuen Functionen sofort übernehmen musste. Weil es geradezu unmöglich war, dass sämmt- liche von Dr. Mhl gegebenen Lehrstunden von anderen Lehrern unserer Anslalt fachlich vertreten würden, so verursachte der unerwartete Abgang des Genannten eine nicht unbedeuteude Störung. Der Rector wàr aber bemüht durch schleunigen Vorschlag eines in jeder Beziehung tüchtigen Ersatzmannes die Störung auf eine möglichst kurze Dauer zu beschränken. Er schlug als solcheu mit der Bitte um Verfüägung sofortigen Eintretens den Realschulamts-Candidaten Bürgerschullehrer Wilhelm Wiegand am 15. Mai vor. Hierauf wurde durch Beschluss Kurfürstlicher Stadtschul- commission vom 19. Jauni Nachricht gegeben, dass durch Beschluss Kurfürstlicher Regierung vom 13. Jani die einstweilige Vertretung des Reallehrers Dr. Möhl durch den Lehrer an der Bürger- schule Wilhelm Wiegand genehmigt worden sei, und verfügt, dass die Vertretung den 1. Jali beginnen solle. Da jedoch am 1. Juli die dreiwöchigen Sommerferien ihren Anfang nahmen, so begann der Lehrer Wilhelm Wiegand seine Thätigkeit bei uns erst am 24. Juli. Der verfügbare Gehalt des Dr. Möhl vom Monat Juni wurde in Folge eines Beschlusses Kurfürstlicher Regicrung vom 29. Augaust unter drei Lehrer der Realschule nach Verhältniss der übernommenen Vicariats- stunden vertheilt.
Durch ellerhöchstes Rescript vom 29. Mai wurde der seit August 1860 auftragsweise an unserer Schule thätige ausserordentliche Pfarrer Gustav Adolph Wachenfeld zum ordentlichen Real- lehrer ernannt. d
Am 8. Jani starb ein um das Schulwesen unserer Stadt hochverdienter Mann, der luspector der städtischen Töchterschule Dr. Carl Friédrich Wilhelm GClemen. Derselbe war von Ostern 1843 bis Ostern 1855 zweiter Lehrer unserer Realschule und vielfach Stellvertreter des Rectors, Mit gediegener wissenschaftlicher Bildung verband er gute Lehrgaben, eine reiche pädagogische Erfobrung und einen höchst achtungswerthen Charakter; als Schulvorstand bewies er Umsicht,


