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Nachricht hierüber entgegen. Bald jedoch vernahm man, der Inspector der Bürgerschule habe gegen die verfügte Verlegung zweier weiteren Klassen seiner Anstalt in ein benachbartes damals schon theilweise von der Bürgerschule benutztes Gebäude Beschwerde bei Kurfürstlichem Ministerium des Innern erhoben. Später vernahm man, diese Beschwerde sei zwar als unbegründet zurück- gewiesen worden, es seien jedoch inzwischen neue Schwierigkeiten aus der übergrossen Zahl von Schülern, welche den zu verlegenden Klassen angehörten, erwachsen. Da aber der Rector der Realschule von den Hindernissen der Ueberweisung amtliche Kenntniss nicht hatte, und die zur Beseitigung dieser Hindernisse erforderliche Zeit nicht bemessen konnte, so harrte er im Anfange des Schuljahres von Tag zu Tag, dann von Woche zu Woche und später von Monat zu Monat auf eine dem Nothstande seiner Anstalt Abhülfe bringende Verfügung. Am 5. Mai richtete er an Kurfürstliche Regierung die dringende Bitte um einen die rasche Erledigung dieser Angelegenheit sichernden Befehl, und erhielt darauf am 27. Mai einen Beschlass Kurfürstlicher Stadtschnleommission vom 22. Mai, durch welchen ihm auf Grund eines Beschlusses Kurfürstlicher Regierung vom 9. Mai eröffnet wurde, dass zwei von der Bürgerschule innegehabte Zimmer gleicher Erde des Schulgebäudes der Realschule würden überwiesen werden, sobald weiterer Beschluss Kurfürstlicher Regierung erfolgt sei, beziehungsweise sobald die von den Klassen jener Anstalt zu beziehenden Zimmer in ordnungsmässigen Stand gesetzt sein würden. Die beiden untersten Klassen unserer Anstalt entbehrten also während des ganzen Sommersemesters eigener Unterrichtsräume. Es war die Einrichtung getroffen, dass beide Klassen sich bei dem Kommen in den Prüfungssaal begaben, und dass sodann eine derselben in ein anderes gerade verfügbares Zimmer geleitet wurde. Wir geben hier den Plan einer Schulwoche für diese Klassen in örtlicher Beziehung.
Klasse VII.. Klasse VIII. Montag und Donnerstag. 8— 10. Prüfungssaal. 8— 10. Zimmer der Klasse IVb. 2— 4. Zimmer der Klasse IIIb. 2— 4. Prüfungssaal. Dienstag und Freitag. 8— 10. Prüfungssaal. 10— 12. Prüfungssaal. 2— 4. Zimmer der Klasse IIIa. 2— 4. Daselbst. Mittwoch und Sonnabend. 8—11. Prüfungssaal. 8-— 10. Zeichensaal.
Selbstverständlich wirkte dieses fortwährende Wandern zerstreuend auf die kleinen Schüler, leider hatten auch nicht olle Bäume, in welche dieselben geführt wurden, eine der Schülerzahl entsprechende Grösse, welcher Umstand namentlich bei der drückenden Sommerhitze sehr belästigte. Auch bei dem Beginn des Wintersemesters dauerte die Noth noch fort; erst durch Beschlass Kurfürstlicher Stadtschulcommission vom 14. Octoher wurden die sehnlichst erwarteten beiden Klassenzimmer nebst Zubehör der Realschule überwiesen. Nachdem diese Klassenzimmer aus dem regelmässigen Realschuletat mit Fenstervorsätzen und Rouleaux versorgt worden waren, stellte der


