— 50—
Als Praktikant iſt dem Gymnaſium zugewieſen Dr. Friedrich Georg Carl Groß.
Ueber Dr. Fürſtenau ſ. das Gymnaſial⸗Programm von 1839 S. 26 f. Derſelbe wurde von hier aus im Herbſte 1841(ſ. das Gymnaſial⸗Programm von 1842 S. 14) an das Gymnaſium zu Rinteln committirt, blieb daſelbſt, nachdem er Oſtern 1842 zum Hülfslehrer ernannt worden war, bis Oſtern 1846, wo er an das Gymnafium zu Marburg verſetzt wurde, und kehrte von dort im Herbſte 1846 in gleicher Eigenſchaft als Hülfslehrer mit einem jährlichen Gehalte von 250 Thlr. hieher zurück. Im Januar 1847 wurde derſelbe zum ordentlichen Lehrer mit einem jährlichen Gehalte von 500 Thlr. beſtellt.
Henry Maddok Stevenſon, Sohn des Procurators William Ford Stevenſon, wurde den 28. Juli 1818 zu Camberwell bei London geboren, zog mit ſeinen Eltern im Jahre 1821 nach Frankreich, wo er zu Boulogne-sur-mer den erſten Unterricht in einer engliſchen Schule erhielt. Von da aus ging er nach Verſailles, wo er ebenfalls auf einer engliſchen Schule ſeinen Unter⸗ richt fortſetzte, bis er im Jahre 1826 nach Paris kam und daſelbſt die beiden Collèges royaux, Henri IV und Louis le Grand, ſieben Jahre lang, 1826—1833, beſuchte. Dann begleitete er ſeine Eltern in die Schweiz und ſetzte zu Genf ſeine Studien fort, bis er im Jahre 1838 die Univerſität Erlangen beſuchte, wo er, beſonders unter Profeſſor Döderlein's Leitung, ſich der alten Philologie widmete. Nachdem er 3 Jahre daſelbſt ſtudirt hatte, machte er 1841 das Doctor⸗Eramen und gab ſeine dissertatio inauguralis de M. Licinio Crasso Muciano (Erlangae 1841. 38 S. 8.) im Druck heraus. Er beſuchte darauf die Univerſität Berlin zwei Semeſter hindurch, kehrte dann in die Schweiz zurück, lehrte vom November 1842 an zwei Jahre auf der theologiſchen Schule zu Genf hauptſächlich die altclaſſiſchen Sprachen, wurde 1844 zum Profeſſor der lateiniſchen und griechiſchen Sprache am Colléège in Rolle ernannt und kam von da aus in Gemäßheit Höchſter Entſchließung, insbeſondere mit Ertheilung des Unterrichts in der franzöſiſchen Sprache beauftragt, im Monat November an das hieſige Gymnaſium.
— Ueber den beauftragten Lehrer Caſſelmann iſt zu vergleichen das Gymnaſial⸗Programm von 184¼, Schulnachrichten S. 4. Derſelbe ging Oſtern 1843(ſ. das Gymnaſial⸗Programm von 1844 S. 132) als Praktikant an das Gymnaſium zu Rinteln über, wurde Oſtern 1845 als beauftragter Lehrer an das Gymnaſium zu Hanau committirt und trat(Auguſt 1846) in gleicher Eigenſchaft mit einer jährlichen Vergütung von 250 Thlr. zu Folge Höchſter Entſchließung bei dem hieſigen Gymnaſium wiederum ein.
Carl Schorre wurde geboren am 23. October 1821 zu Rinteln, wo ſein im Jahre 1826 verſtorbener Vater die Rentmeiſterſtelle bekleidete. Zu Michaelis 1831 trat er in das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt ein, deſſen Schüler er bis zum Herbſte 1841 blieb, wo er die Uni⸗ verſttät zu Bonn bezog, um Mathematik und Naturwiſſenſchaft zu ſtudiren. Dafelbſt wohnte er namentlich den Vorleſungen der Profeſſoren Goldfuß und Treviranus über Zoologie und Botanik bei und wurde in das naturhiſtoriſche Seminar als ordentliches Mitglied aufgenommen. Vom Herbſte 1842 an bis dahin⸗ 1843 ſtudirte er zu Berlin und beſuchte dort vorzugsweiſe die Colle⸗ gien der Peofeſſoren C Chrenberg 4 Mitſcherlich, Ohm und Ritter. Zu Michaelis 1843 wurde er unter die Studirenden der Unvetſität Marburg aufgenommen, woſelbſt er im Anfange des Jahres 1845 bei⸗ der zur Prüfung der Bewerber um ein ordentliches Gymnaſiat⸗ Lehramt feſtgeſetzten Commiſſion das Eramen in Mathematik, Naturkunde, Geographie, Philoſophie und Paͤdagogik


