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beſtand. Durch Hoͤchſte Entſchließung vom 11. März 1815 wurde er dem Gymuaſtum zu Rin⸗ teln als Praktikant zugewieſen und im Auguſt 1846 mit einſtweiliger Verſehung einer Lehrerſtelle am Gymuaſium dahier beauftragt.
1 Der Unterzeichnete vollendete ſeine Geſchichte der ſtädtiſchen Gelehrtenſchule zu Caſſel bis auf das Jahr 1839. Dieſelbe erſchien im Verlag bei Fiſcher(Caſſel 1846. VIII. 449 und 126 S. 8) und wurde im Leipziger Repertorium 1847 H. 4 S. 138 ff. recenſirt.
Dr. Grebe's Schrift: Ueber die Beſchränkung des mathematiſchen Unter⸗ richts ꝛc. iſt in der Pädagogiſchen Revune Bd. 12 S. 224 ff. von dem Herrn Educationsrath Dr. Mager in einer Weiſe angezeigt worden, welche der guten Sache mehr ſchadet als nützt.
Der ordentliche Gymuaſiallehrer Matthias erlangte auf den Grund ſeiner im vor⸗ jährigen Programme erſchienenen Observationes in Juvenalis satiram! von der philoſophiſchen Facultät zu Marburg die Doctor⸗Würde; desgleichen der Geſanglehrer Wiegand in Auerken⸗ nung ſeiner Verdienſte um die Verbeſſerung des Kirchengeſanges und ſeiner muſikaliſchen Werke. Letzterer componirte und gab(Caſſel 1846) heraus: Lobgeſang. Gedicht von J. G. von Herder für zwei Soloſtimmen und vierſtimmigen Männergeſang. Op. 13.— Kyrie eleiſon(Gedicht von J. G. von Herder) und Fuge mit Choral für Chorgeſang. Op. 14.— Sechs Lieder von F. Dingelſtedt für eine Singſtimme. Op. 15.
B. Vnterricht.
1. Allgemeines.
Der Unterricht wurde, wie früher, in 10 räumlich geſonderten Claſſen ertheilt, jedoch mit der Abänderung, daß Tertia wegen allzugroßer Zahl der Schüler in Ober-, Mittel⸗ und Unter⸗ tertia getrennt wurde, Ober⸗ und Unterquinta dagegen zuſammengezogen werden konnten und Ober⸗ und Unterſecunda während des Sommers combinirten Unterricht in der Geographie und Phyſik erhielten. Auch wurde die ſchon früher getroffene Einrichtung, wonach mehrere Theile des allerdings durch die Aufnahme von Realien ſehr erweiterten Unterrichtsſtoffes mehr nach⸗ als neben⸗ einander gelehrt werden, in Folge der gewonnenen Lehrerkräfte, namentlich für den geographiſchen und naturgeſchichtlichen Unterricht, beſſer als früher durchgeführt und hat ſich durchaus als zweck⸗ mäßig bewährt.
Endlich wurden die Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenſtände revidirt und die Lehr⸗ penſa von Neuem feſtgeſtellt.
2. Beſonderes.
Da die Lehrgegenſtände der einzelnen Claſſen in dem vergangenen Schuljahre meiſt dieſelben geblieben ſind, wie früher, ſo beſchränke ich mich für diesmal auf die Angabe des Ab⸗
weichenden. In Prima wurden Aristophanis Nubes, Platonis Phaedo, Plauti Aulularia, Cicero
de natura deorum und l'avare par Molière während des Sommers, Anthologia Graeca 7*


