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eine Schande sind für den christlichen Namen, aufhören Gott zu beleidigen und den Menschen Argernis zu geben.«
In der Predigt sur les divertissements du monde ¹)(über die weltlichen Unterhaltungen) wendet sich Bourdaloue besonders gegen die Spielwut am Hofe, in einer Predigt sur l'ambition ²)(über den Ehrgeiz) wagt er es auch, gegen den Nepotismus und die Protektion bei Besetzung der geistlichen Amter aufzutreten. Es ist sehr zu bedauern, daß der Herausgeber der Predigten, Bretonneau, fast alle historischen Anspielungen weggelassen hat, da uns so manche interessante Beziehungen und Einzelnheiten ganz entgehen.
In diesem Jahre finden wir Bourdaloue wieder als Festredner in Nonnenklöstern, nämlich bei der Profeß der Prinzessin von Soubise im Kloster der Benediktinerinnen in St. Germain und bald darauf wieder bei der Profeß der Henriette de Sully bei den Salesianerinnen in St. Denis. Die Fastenpredigten im Jahre 1681 hielt Bourdaloue in St. Germain I Auxerrois, wo er sie bereits 1675 gehalten hatte; dieselben waren ungemein stark besucht von Zuhörern aus den höchsten Gesellschaftskreisen und auch von Mitgliedern des Hofes, auch der berühmte Minister Colbert fand sich ein, wenn seine vielen Geschäfte ihm eine Stunde freie Zeit ließen. Oft wurde Bourdaloue zu den Kranken und Sterbenden gerufen. P. Martineau sagt in dem Rundschreiben, welches er nach dem Tode Bourdaloues an die Klöster in der Provinz schickte: Le don si excellent de conduire les ames par les voies de la justice éclatait particulièrement, quand il assistait les malades. Rien de plus capable de les instruire et de les soutenir que ce qu' il leur disait dans ces tristes moments, où l'homme livré à la douleur et enveloppé des ombres de la mort, ne trouve que de faibles secours dans sa propre raison. On était si convaincu que le P. Bourdaloue avait grace pour cela, que depuis plusieurs années il 6tait très souvent appelé auprès des mourants; à quoi il répondait de son côté avec tous les empressements de la charité chrétienne passant quelquefois de la chaire au lit des malades sans se donner un moment de repos.(Die so ausgezeichnete Gabe die Seelen auf den Wegen der Gerechtigkeit zu führen, erglänzte besonders, wenn er den Kranken beistand. Nichts war geeigneter sie zu unterrichten und aufzurichten in jenen traurigen Augenblicken, wo der Mensch, dem Schmerz überlassen und umdüstert von den Schatten des Todes, nur eine schwache Hilfe in seiner eigenen Vernunft findet. Man war so überzeugt, daß P. B. eine besondere Gabe dafür hatte, daß er seit mehreren Jahren sehr oft zu den Sterbenden gerufen wurde und er folgte seinerseits mit der ganzen Dienstfertigkeit der christlichen Liebe, indem er manchmal von der Kanzel sich zum Sterbebett begab, ohne sich einen Augenblick Ruhe zu gönnen.)
Und P. Bretonneau schreibt in der Einleitung zur Ausgabe der Predigten: Dans l'exercice de ce minestère Bourdaloue redoblait sa vigilance et ses soins. On avait souvent secours à lui pour ahnoncer aux mourants leur dernière heure et pour les y disposer; et se croyant alors responsable de leur salut il leur parlait en homme vraiment apostolique. Ce n'était pas sans réflexion et sans étude. Il savait trop de quelle conséquence il est de ménager des moments si précieux et de ne pas les perdre en discours vagues et peu utiles. Outre le long usage qui l'avait formé à ce saint exercice, outre la méthode Parklenlidre qu' il s'en était lui même tracée, il
prévoyait ce qu' il avait à dire et s'abandonnait ensuite à l'esprit de Dieu;
¹) Auf den 3 Sonntag nach Ostern. Vgl. die Predigten sur T'oisiveté, sur la restitution, sur la tempérence. ²) Carème I.


