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il disait tout ce qui peut porter une àme à la pénitence et à la confiance. C'est ainsi qu' il s'est acquitté des derniers devoirs d'une amitié solide et chrétienne envers tant d'amis, que leur naissance, leur nom, leur mérite personnel et une liaison de plusieurs années lui rendaient respectables et chers et à qui il a été fidèle jusqu' à la mort.(Bei der Ausübung dieses Amtes verdoppelte Bourdaloue seine Wachsamkeit und seine Sorgfalt. Man wendete sich häufig an ihn, damit er den Sterbenden ihre letzte Stunde ankündige und sie darauf vorbereite; und da er dann für ihr Heil verantwortlich zu sein glaubte, sprach er zu ihnen wie ein wahrhaft apostolischer Mann. Er tat es nicht ohne Uberlegung und Nachdenken. r wutzte nur zu gut, wie folgenschwer es ist, solche kostbare Augenblicke Lesohiolet zu verwerten und sie nicht mit unbestimmten und wenig nützlichen desprächen zu verlieren. Abgesehen von der langjährigen Praxis, die er sich bei dieser heiligen Ubung angeeignet hatte, abgesehen von der besonderen Methode, die er sich selbst gebildet hatte, sah er voraus, war er zu sagen hatte und dann überließ er sich dem Geiste Gottes; er sagte alles, was eine Seele zur Reue und zum Vertrauen stimmen kann. So hat er die letzte Pflicht einer gediegenen christlichen Freundschaft erfüllt gegen so viele Freunde, welche ihr Name, ihr persönliches Verdienst und eine mehrjührige Verbindung zugleich ihm achtbar machten und denen er treu war bis zum Tode.) So steht Bourdaloue(5. Juni 1678) am Sterbebette der Prinzessin von Monaco; er hört die Generalbeicht des Marquis von Pomenars(10. Jänner 1680), der sich einer Steinoperation unterziehen mußte; 1681 steht er dem Herzog von Lesdiguidres und dem Fräulein von Fontanges, Nachfolgerin der Frau von Montespan in der Gunst des Königs, im Sterben bei.
Als der König, den sie hatte rufen lassen, sie so ganz entstellt, den Tod in den Zügen, sah, war er tief erschüttert. ¹1) Wird sie verworfen sein durch meine Schuld? fragte er sich; bin ich schuld nicht bloß an ihrem Tod, sondern auch an dem ewigen Tode, der die Verdammten trifft? Die letzten acht Tage vor dem Tode des großen Ministers Colbert(6. Dezember 1683) wich Bourdaloue nicht von seinem Krankenlager, bis er nach dem Empfang der Sterbesakramente ganz ruhig und gottergeben verschieden war. Ferner be- reitete Bourdaloue noch auf den Tod vor u. a.: Andre Le Fdvre d'Ormesson († 13. August 1684), den Kanzler Michel Le Tellier(† 30. Oktober 1685),
räulein Magdalena von Lamoignon(† 4. April 1687), den Marschall von Luxenburg(f†f 4. Jänner 1695), Madame Jeanne Jappin(† 23.(2) Mär⸗z 1703).
Nachdem Bourdaloue im Jahre 1681 einige Zeit im Kolleg zur Clermont verweilt hatte, hielt er im folgenden Jahre wieder die Fastenpredigten am Hofe in St. Germain-en-Laye, wiederum mit sehr großem Erfolge, wie uns der Mercure galant berichtet.»Ses expressions sont si touchantes et son dloquence si persuasive, qu' on ne peut l'entendre sans etre charmé«.(Seine Ausdrucksweise ist so rührend und seine Beredsamkeit so überzeugend, daß man ihm nicht zu hören kann, ohne entzückt zu sein.) Von jetzt an(1682) tritt eine Besserung in der Lebensführung des Königs ein. Gewiß haben die unglücklichen E e und die Ubersättigung, die sich bei jeder Leiden- schaft einstellt, sehr viel beigetragen, daß der König solider wurde, aber der Einfluß Bourdaloues und der Frau von Maintenon ist sicherlich nicht zu unterschätzen. Der König näherte sich jetzt wieder seiner Gemahlin Maria Theresia, doch sie sollte sich nicht lange dieser Wendung zum Besseren erfreuen, denn sie starb schon am 30. Juli 1683, ein Jahr später heiratete Ludwig XIV. die Frau von Maintenon.
¹) Vgl. Weiß, Weltgeschichte, X., 467 f.


