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Schlußwort. Merksprüche für Eltern und Kinder.
1
Schafft gute Bücher in das Haus, Sie strömen reichen Segen aus Und wirken als ein Segenshort Auf Kinder und auf Enkel fort. Altes Sprichwort. 2.
Welch ein sonderbares Ding ist es um ein Buch! Es möchte einem angst und bange werden, wenn man eines liegen sieht und nicht weiß, welch' Geistes Kind es sei; ob die Düfte, die aus ihm wehen, Düfte des Lebens zum Leben oder Düfte des Todes zum Tode seien.
3 Leopold von Stolberg.
Wahrhaftig, der Umgang mit schlechten Büchern ist oft ge- fährlicher als der mit schlechten Menschen.
Wilh. Hauff.
4.
Der kann in vollem Ernste sagen, Daß er ein gutes Buch genießt: Wer darin sinnend weiter liest, Wenn er es lange zugeschlagen. Frieda Schanz.
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5
An Zerstreuung läßt es uns die Welt nicht fehlen, wenn ich lese, will ich mich sammeln. Goethe. 6. Manch art'ges Büchlein läßt sich einmal lesen, Zu dem der Leser nie dann wiederkehrt; Doch was nicht zweimal lesenswert gewesen, Das war nicht einmal lesenswert.
Rückert. 7. Viel muß man lesen, nicht vielerlei..... Ich meine nicht vieles, sondern viel: ein weniges aber mit PFleit. Lessing.
8.
Die Wirkung der Lektüre, der guten wie der schlechten, ist in der Tat groß. Darum kann man vom schlechten nie zu wenig
und das Gute nie zu oft lesen. Schopenhauer.


