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5) Naturgeſchichte. 2 Stunden wöchentlich. Anſchauliche Kenntniß von Thieren, Pflanzen und Mineralien.
6) Heimaths⸗ und Aaferlandskunde. 2 Stunden wöchentlich. Geographiſche Vorbegriffe in weiterer Ausdehnung; Heſſen; Deutſchland in Bezug auf Hauptgebirgszüge, Ströme, Seen, Klima, Producte, Hauptſtädte. 11
2 Geſchichte. 2 Stunden wöchentlich. Erzählung und Schilderung von berühmten Männern aus der alten, mittlern und neuern Geſchichte.
8) Singen. 2 Stunden wöchentlich. Wiederholung des in VII Dageweſenen. Erlernen der Tonſchrift, der Noten, Pauſen, Verſetzungszeichen; Einübung der Dur⸗Tonarten. Leichtere Uebungen im Treffen innerhalb einer Octave. Einübung leichterer Choräle und anderer Melodien.
9) Freihandzeichnen. 2.,Stunden wöchentlich. Nachbildung einfacher geradliniger Figuren, Formrn und Gegenſtände nach Vorlegeblättern und nach Vorzeichnungen an der Wandtafel.
10) Schönſchreiben. 2 Stunden wöchentlich. Wiederholung der frühern Uebungen, um der Hand
mehr Feſtigkeit und dem Arme mehr Freiheit zu geben.
Klaſſe V.
Die Schüler ſind in 2 parallele Klaſſen vertheilt.
1) Religion. 4 Stunden wöchentlich. Erſtes Halbjahr: Allgemeine Einleitung in die Bibel und beſondere ins Alte Teſtament, mit Uebung im Aufſchlagen der Bibelſtellen; Leſen einzelner Abſchnitte aus dem Alten Teſtament und einiger vorzüglichen Lieder aus dem Geſangbuche, welche letztere von den Schülern aus⸗ wendig gelernt werden. Theils in einigen beſondern Stunden, theils bei der Einleitung und dem Bibelleſen wird die bibliſche Geographie gelehrt, und zwar ſo, daß dabei zugleich hervorgehoben wird, welche Bibelſtellen darin ihre Erklärung finden. Zweites Halbjahr: Erklärendes Leſen altteſtamentlicher Abſchnitte und Schriften, ſowie einiger vorzüglichen Lieder. 2 Stunden wöchentlich. Der erſte Artikel des chriſtlichen Glaubens im zweiten Hauptſtück wird erklärt und von den Schülern auswendig gelernt, desgleichen die zehn Gebote mit Luthers Erklärung im erſten Hauptſtück des heſſiſchen Landeskatechismus.
2) Deutſche Sprache.
a) Lectüre. 3 Stunden wöchentlich. Uebung im Schönleſen und in dem Verſtehen nicht zu ſchwieriger Leſeſtücke. Beſondere Berückſichtigung erhält der Wort⸗ und Redeaccent und die Erklärung einzel⸗ ner Wörter, Begriffe und Gedanken, deren Verſtändniß den Schülern nicht von ſelbſt klar iſt.
b) Grammatik 2 Stunden wöchentlich. Die Wortlehre nach Götzinger's kleiner deutſchen Sprach⸗ lehre.
c) Orthographie. 1 Stunde wöchentlich. Es tritt beſonders hervor die Einübung der ähnlich lautenden Wörter und der gewöhnlichern Fremdwörter.
9 Die Uebung im eigenen Gedankenausdrucke wird mit dem Leſen und der Grammatik verbunden. Zur Uebung im mündlichen Gedankenausdrucke und Vortrage dient das Nacherzählen und Wiedergeben des weſentlichen Inhaltes eines leichten, beſonders hiſtoriſchen Leſeſtückes, ſowie das Recitiren memorirter proſaiſcher und poetiſcher Stücke. Zur Uebung im ſchriftlichen Gedanken⸗ ausdrucke werden die Schüler zunächſt kleine, vom Lehrer vorerzählte oder vorgeleſene Erzählungen nacherzählen, im zweiten Halbjahre auch kleine Beſchreibungen bekannter Gegenſtände, deren Stoff unter Anleitung des Lehrers ſie ſelbſt gefunden und geordnet haben, anfertigen.
3) Franzöſiſche Sprache. 5 Stunden wöchentlich. Wiederholung des Penſums von Klaſſe VI; fernere Einübung von Sprachſtoff; Flexion des Nomen; Erlernung des Indicativs der Hülfs⸗ wie der regel⸗ mäßigen Zeitwörter; fragende, verneinende Form des Verbs; Uebertragung von deutſchen Sätzen in's Franzö⸗ ſiſche zur Einübung des grammatiſchen Penſums.


