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b) Practiſches Rechnen. Im erſten Halbjahre 4, im zweiten 2 Stunden wöchentlich. Nume⸗ riren. Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten Zahlen. ii
c) Geometriſche Anſchauungslehre. Im zweiten Halbjahre 2 Stunden vöchentlich. Es wer⸗ den zur Anſchauung gebracht Puncte(nach Lage, Anzahl, Benennung, Entfernung, Anordnung in Gruppen ꝛc.), Linien, Winkel, das Leichteſte von Dreiecken.
3 4) Naturgeſchichte. 2 Stunden wöchentlich. Anſchauliche Kenntniß von Thieren, Pflanzen und Mi⸗ neralien. 5) Heimathskunde. 2 Stunden wöchentlich. Die einfachſten geographiſchen Vorbegriffe. Kaſſel und deſſen Umgebungen; Provinz Niederheſſen.
6) Singen. 2 Stunden wöchentlich. Erlernen der Namen der Töne; Ueben der Scala an der Hand, Treffen leichter Intervalle, Zählen nach dem Tacte, beſonders Einübung leichter Lieder und Choräle nach dem Cehöre.
7) Freihandzeichnen. 2 Stunden wöchentlich. Beſtimmung von Puncten in gleichen Entfernungen, Zeichnen gerader Linien in verſchiedenen Lagen, ſowie der einfachſten geradlinigen Figuren.
8) Schönſchreiben. 4 Stunden wöchentlich. Fortſetzung der frühern Uebungen; Schnörkelübungen; Finübung der verſchiedenen Alphabete; Schreiben einfacher Sätze nach Vorſchriften.
Klaſſe VI.
Die Schüler ſind in 2 parallele Klaſſen getheilt.
1) Bibliſche Geſchichte. 4 Stunden wöchentlich. Geſchichte des Neuen Teſtaments. Es wird dabei auf leichtfaßliche Entwickelung und Einprägung der hauptſächlichſten und leichteſten Begriffe und Lehren aus der Glaubens⸗ und Pflichtenlehre mit Denkſprüchen, Liederverſen und Gebeten ganz beſondere Rückſicht genommen.
2) Deutſche Sprache.
a) Leſen mit Sprachübungen verbunden. 4 Stunden wöchentlich. Leſen mit richtiger Betonung und mit Ausdruck. Die Erklärung des Geleſenen erſtreckt ſich hauptſächlich auf ähnlich lautende und mehrdeutige Wörter, auf leichtere ſinnverwandte und bildliche Ausdrücke. Auf die Abtheilung der Wörter in Sprach⸗ und Sprechſylben wird Rückſicht genommen. Lieder, gereimte Erzählungen und Fabeln werden von den Schülern memorirt und recitirt.
Die an das Geleſene ſich anſchließenden Sprachübungen beziehen ſich auf Wiederholung und Erweiterung der elementariſchen Belehrung über den Satz, die Wortarten, die Wortbiegung und Wortbildung mit mündlichen und ſchriftlichen Uebungen.
D) Grammatik und Orthographie. 2 Stunden wöchentlich. Das Hauptwort und Eigenſchafts⸗ wort nach Götzinger's Anfangsgründen der deutſchen Sprachlehre.— Uebung in der Recht⸗ ſchreibung durch Aufſchreiben des auswendig Gelernten aus dem Kopfe, und auch, namentlich im zweiten Halbjahre, durch Dictiren kleiner Sätze.
3) Franzöſiſch. 4 Stunden wöchentlich. Einübung von Sprachſtoff; Uebertragung deutſcher Sätze, die aus dem bekannten Sprachſtoffe gebildet ſind, ins Franzöſiſche; Wiederholung des Geleſenen in Geſprächs⸗ form in franzöſiſcher Sprache; Bekanntſchaft mit den nöthigſten Leſeregeln, den Zahlen und dem Wichtigſten aus der Flexion des Nomen; einige Uebungen in der Orthographie.
4) Mathematik. a) Practiſches Rechnen. 2 Stunden wöchentlich. Wiederholung der vier Grundrechnungsarten
in unbenannten Zahlen; die ungleich benannten Zahlen; Rechnung mit Zeiträumen; Preis⸗ und ähnliche Berechnungen. 2) Geometriſche Anſchauungslehre. 2 Stunden wöchentlich. Anſchauliche Kenntniß der
Dreiecke, Vierecke, Vielecke, des Kreiſes und der Körper. 5*


