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und die trigonometrischen Reihen.— Analytische Geometrie.— Kubische Gleichungen. Planimetrische und trigonometrische Repetitionen. Aufgaben, Constructionen, insbesondere Dreiecksconstructionen. Korrekturarbeiten. Als Lehrbuch diente, soweit mõglich, Kambly's Elementarmathematik. 5 St. Ober- lehrer Dr. Weiffenbach.
Abiturienten-Aufgaben. Michaelis 1890: 1) In einer Kugel, deren Radius r= 60 cm ist, ist in einer Entfernung e= 35 cm. vom Centrum eine Ebene gelegt. In das dadurch abgeschnittene kleinere Kugelsegment soll man einen geraden Cylinder beschreiben, dessen Volumen ein Maximum ist. 2. Wie gross ist der Flächen- inhalt des Dreiecks, dessen Seiten durch folgende auf rechtwinklige Coordinaten bezogenen Gleichungen gegeben sind: x+ y— 2= o, X— 3 y— 4= o, 3 x+öy+ 7= o? Wo liegt der Schwerpunkt dieses Dreiecks?
3. Zur Construction eines Dreiecks ist gegeben ac, ber, ha+ he. 4. Welchen Wert hat der Bruch ere für Xx= o?
Physik: Die einfachen Maschinen; von den Bewegungshindernissen.— Optik.— Galvanismus — Aufgaben, Repetitionen, Korrekturarbeiten.— Lehrbuch: Jochmann, Grundriſs der Experimental- physik. 3 St. Oberlehrer Dr. Weiffenbach.
Abiturienten-Aufgaben. Michaelis 1890: 1) Ein Magnetstab von 50 cm Länge, 1,5 cm Breite und 0,5 cm Dicke, dessen specifisches Gewicht 7,5 ist, ist um eine senkrechte und durch seine Mitte gehende Axe drehbar; er macht unter dem Einflusse des Erdmagnetismus in 12 sec. 9 Schwingungen. Welche Zeit gebraucht er zu einer Schwingung, wenn man einen Messingring von 200 g Gewicht und Secm Durchmesser so auf ihn legt, dass seine Mitte in die Drehaxe fällt? 2) Ein Prisma, dessen Brechungsexponent 1,5 ist, hat einen brechenden Winkel von 60°. Unter welchem Winkel muſs ein farbloser Lichtstrahl auffallen, damit der rote Lichtstrahl parallel zur Hinterfläche austritt?
Chemie und Mineralogie: Repetition einiger wichtiger Metalloide und deren Verbindungen. Quarz, Kieselsäure, Silicate, Glas, Thon, Porzellan. Verschiedene Mineralien und Gesteine unter Hinweis auf ihre geologische Bedeutung. Die Chemie der Leichtmetalle und deren Verbindungen. Fossilien, Kohlenstoff und dessen Verbindungen mit Sauerstoff; Leuchtgasfabrikation. Organische Chemie mit besonderer Berücksichtigung der für Technik und Physiologie wichtigen Verbindungen. Stöchiometrische und andere Aufgaben. Freie Vorträge über von den Schülern selbst gewählte Themata. Rüdorff, Grund- rils der Chemie, und Rüdorff, Grundrifs der Mineralogie wurden benutzt. 3 St. Oberlehrer Dr.
Brittner.— UÜbungen im chemischen Laboratorium: 1 St. facultativ. Dr. Brittner. Abiturienten-Aufgabe. Michaelis 1890: Bildung und Darstellung des Schwefelwasserstoffs; seine wich- tigsten Eigenschaften und die Bedeutung desselben für die chemische Analyse.
Zeichnen: Freihandzeichnen in verschiedenen Manieren nach plastischen Modellen. Technisches Zeichnen: Axonometrie mit Schattenkonstruktion. Spezielle darstellende Geometrie: Beziehungen der Linien, Flächen und Körper zu einander im Raume; Durchdringungen u. s. w. vermittels der Spuren und Schnitte zu bestimmen. Orthogonale Schattenlehre. Zentralprojektion. Säulenordnung und Maschinenteile. 4. St. Hallenstein.
III. Ober-Secunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Lorey.
Evangelische Religionslehre: Einleitung in das neue Testament.— Altere Kirchen- geschichte.— Psalmen und Lieder. Nach Noack. 2 St. H. Bauer.
Katholische Religionslehre: Komb. mit Prima.
Deutsch: Lektüre: Schillers Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell und Wallenstein Ubungen im Disponieren. Freie Vorträge. 3 St. Oberlehrer Dr. Lorey.
Themata der Aufsätze: 1. Einigkeit macht stark. 2. Wie kommt es, dass von den germanischen Reichen, welche im Laufe der Völkerwanderung auf römischem Boden gegründet wurden, nur das Frankenreich von Bestand war? 3. Der Charakter des Königs Karl in Schillers„Jungfrau von Orleans.“(Klassenarbeit.)


