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die Stärke des Stosses oder Schlages, den der Schild empfangt, dadurch zu bezeichnen, dass die eingelegten Edelsteine durch ihn aus ihrer Fassung herausgesprengt werden und wirbelnd umherfliegen. Ein Gleiches wird daher auch in dem Verse unsers Gedichtes erwartet werden können. Will man übrigens annehmen, das Wort staimbort stehe, wie das Wort rand so haänſig, hier vermôge einer Synekdoche statt des Sanzen mit Edelsteinen besetzten Schildes, wie dies im Helj. 171, 4 ⸗bidun undar irdò bordon,„sie hielten Wache unter ihren Schilden“ der Fall scheint, so ist das für die Auffassung der Stelle im Ganzen von keinem Belang. Rommen wir nun zu dem Worte chludun. Bei dieser Form sind wie ganz im Unge- wissen, ist sie ein Nominativ Plural. eines schwachen Substantivs masc. gen., ist sie Adjektivum zu staimbort, oder ist sie 3. Person Pl. Prater. eines Verbums. Auf- schluss darüber, wenn er möglich ist, kann nur bei dem gesammten Satzhau der Periode ge- sucht werden. Seben wir auf diesen, so ergibt sich eine doppelte Moglichkeit; entweder sind in den Versen 65 und 66 zwei Satze enthalten, wovon jeder einen Vers fallt, oder es sind deren drei, wovon die beiden ersten in Vers 63 enthalten sind, der dritte durch heuwun harm- licco huitté scilti gebildet wird. Nehmen wir an, der erste Fall fnde Statt, so würden sich in dem ersten Satz, da die erste Versbälfte do stôptun toô samane intrausitiven Sinn hat, die WMorte staimbort chludun nur als Subjekt des Verbums stöptun in die Ronstruktion fagen; chludun müsste dann der Nominativ Plur. eines schwachen Substantivs masc. gen. sein, welches als Personenname eine allgemeine Benennung der beiden Raämpfer einschliessen müsste, und staimbort könnte damit sich nicht anders denn als erster Bestandtheil eines zusammengesetzten Wortes verbinden, welehes'staimbortchludun gäbe, und etwas wie Steinschildspalter, Stein- schildträger und dergl. bedeutete. Aber dem steht entgegen, 1) dass es die alt- und mittel- hochdeutsche Versregel verletzen würde: denn diese stellt in Zusammensetzungen, deren erster Bestandtheil zweisilbig ist, die minder betonte zweite Silbe, auch wenn sie tieftoniger Wurzel- bestandtheil ist, vor der unmittelbar folgenden Stammsilbe des zweiten Wortes der Zusammen- 7
setzung nicht in die Hebung. Staimbortchludun kann also nur nach diesem Massestaimbörtehludun 7 7
im althochdeutschen Verse stehen, nicht wie hier nöthig wäre, mit vier Hebungen staimbort-
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chludun. 2) Lässt sich das Wort, das dem Zusammenhang nach ein umschreibendes Epitheton der beiden Helden etwa mit einer Bedeutung wie Steinschildspalter, Steinschildträger und dergl. sein müsste, aus der alten Sprache, so weit sie uns bekannt ist, nicht erklaren. Von einer alt- hochdeutschen, jedoch nicht sicher zu belegenden und nur in der Ableitung cloz oder chloz (Rloss, massa) erhaltenen Verbalwurzel cliuzan Praät. clôz mit der Bedeutung spalten, ging es wohl am ersten, aber auch nicht ohne Aenderung der Wortform. Denu in der Mund- art unsers Liedes müsste das den Thater der Handlung bezeichnende schwache Substantiv im Nom. Sing. nicht chludo, sondern chluteo(wie reccheo) und im Nom. Plur. nickt chludun, sondern chluteon od. chluteun heissen. 5) Mochten auch solche periphrastisehe Bezeichnun- nungen wie Lanzenschwinger, Schildspalter, Rossetummler und dergl., wie wir sie wohl aus griechischen Dichtern gewohnt sind, dem Tone unserer alten Heldendichtung nicht eben angemessen sein; sie setzt dafär die eigentlichen Namen Held, Kämpfer oder Mann.
Durch diese Annahme werden wir also wenig gefördert. Wenden wir uns daher zur zwei- ten, wonach in den Versen 65 und 66 drei grammatische Saätze enthalten sind; dann bilden die Worte dô stôptun t0 samane den ersten, die Worte staimbort chludun den zweiten, der Vers 66 den dritten Satz, und darin stehen stôptun, chludun, heuwun auf gleicher Linie als Verba Präterita und Prädikate der 3 Satze. Es fragt sich also was für ein Verbum kann


