ur mu de-Four mit dem jetzigen Cours des Bastions verbindet und im südöstlichen Teil der Cite liegt. Hiernach wäre, wenn nicht noch andere, bisher unbekannte Quellen gefunden werden, die allgemein geltende Ansicht zn berichtigen, welche Töpffer in der Maison de la Bourse francaise, Cour Saint-Pierre 8, geboren sein lälst und durch die bekannten Stellen in Les deux Prisonniers und Henriette keine Stütze erhält, da Töpffer nirgends die Bourse francaise als sein Geburtshaus bezeichnet.!) Die Familie stammte aus Deutschland, denn um 1760 war Georg Christoph Töpffer aus Schweinfurt am Main in Genf eingewandert, wo er sich bald mit Madeleine Dubouchet verheiratete und das Schneiderhandwerk betrieb. Am 20. Mai 1766 wurde ihm ein Sohn geboren”), Wolfgang-Adam, der, zum Graveur bestimmt, frühzeitig in Lausanne als Kupferstecher thätig war. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er nach Paris, wo er, vor Beginn der Revolution eine Zeit lang als Graveur in einer Knopffabrik beschäftigt, sich der Malerei zuwandte und sich im Aktzeichnen und Aquarellieren übte. Die unruhigen Zeiten veranlalsten ihn zur Rückkehr nach Genf, wo er sich am 15. September 1793 durch seine Verheiratung mit Jeanne-Antoinette Counis einen häuslichen Herd gründete und mit Ausübung der in Paris erlernten Kunst und Erteilung von Zeichenstunden ein anfangs sehr bescheidenes Einkommen erwarb. Der Ehe entsprossen drei Kinder: die schon genannten Louise, Rodolphe
E.-H. Gaullieur, R. T., essai biographique(Ütrennes Helvötiennes, Album Suisse, Mölanges de litt. ete. Premiere annde 1856, Berne, Ed. Mathey)— Rambert, Eugöne, Kerivains nationaux, Geneve 1874— Sainte-Beuve, Portraits litteraires III und Notice sur T. en töte des Nouveaux voyages en zigzag— Derselbe u. De la Rive, Notices en tete de Rosa et Gertrude— Alb. Aubert, Notice en töte des Reflexions et Menus Propos— Lettres d’Alexandre Vinet et de quelques-uns de ses correspondants, Lausanne 1882— Michaud, Biographie universelle(Artikel Xavier de Maistre u. Töpffer, letzterer von Rosenwald)— Godet s. 0.— Rossel s. 0.— Anonyme(J. Gaberel), Essai sur le caraetere artistique et litt6raire des@uvres de R. T., Geneve 1846— Gaberel, Üitrennes religieuses, Genöve 1858 -— Ecekermann, Gespräche mit Goethe— Friedrich Vischer, Vorwort zur deutschen Ausgabe der Albums de Carica- tures, Geneve 1845— De Montet, Dietionnaire biographique des Genevois et des Vaudois— Javelle, R. T. in Galerie suisse, T. III les Contemporains, Lausanne 1880— Humbert, Nouveau glossaire genevois, Gen&ve 1852— Catalogue du Musee Rath& Geneve— sowie einzelne Hefte und Nummern der Bibliothöque universelle(Artikel von Sayous, Amiel, Du Bois Melly u. anderen)— der Revue des Deux Mondes— der Revue Internationale de Rome— des Federal— des Courrier de Genöve etc.
ı) In den Registern des Etat civil fand ich folgende, hier im Auszug wiedergegebene Eintragung: No. 170, Naissance de Rodolphe Töpffer. Aujourd’hui, treizieme jour du mois de Pluviöse an sept de la R&publique Francaise, une et indivisible...... est comparu..... Adam Töpffer, peintre, domieili& en cette commune, lequel, assist6 de Etienne Sayous, n&gociant,..... et Firmin Massot, peintre,....., m’a declar6 que Antoinette Counis, son epouse en lgitime mariage, est accouch6e le douze Pluviöse, A dix heures aprös midi, dans son domicile» situ& rue de St.-Löger d’un enfant mäle qu'il m’a prösente, et auquel il a donne le pr6nom de Rodolphe, D’apr&s cette declaration, que les t6moins ont certifi6e conforme A la verite,.... jai redige..... le present acte que Adam Töpffer, pere de l’enfant, et les t&moins ont signs avee moi.....(Unterschriften).
Ältere Akten sind mir nicht zu Gesicht gekommen.— Ob die Familie am 18. Februar 1801, dem Ge- burtstage von Rodolphes Schwester Ninette, bereits in der Bourse francaise wohnte, ist aus den Akten nicht ersichtlich, da zu dieser Zeit andere Formulare(ohne Wohnungsangabe) in Gebrauch waren.— Als Geburtstag Rodolphes wurde früher von mehreren(Vapereau, Michand, Javelle u. a.) irrtümlich der 17. Februar ange- geben; nach Relave ist Rodolphes ältere Schwester, die von Blondel(nach Galiffe, Notices gensalogiques sur les familles genevoises) als sceur cadette bezeichnete Louise-Sarah-Pernette- Aim6e am 17. Februar 1797 geboren.
?) Nach De Montet ist dieser Tag der Tauftag. Die Verschiedenheit der Angaben erklärt sich durch die Sitte, die Kinder alsbald nach der Geburt zur Taufe zu bringen.


