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und fatidica Sturm), beide ca. 1 Zoll lang, gewölbt, hinten plötzlich zugeſpitzt, kohlſchwarz. Der in der Pfalz, beſonders häufig auch auf den Dämmen um Worms, vorhandene Erd⸗ Staubkäfer(Opatrum F. sabulosum L. oder Asida sabulosa Göze), nach Dr. Noll in Süd⸗ europa zu Hauſe und nördlich der Alpen nur aus dem Rheingebiet bekannt, nur 3— 4“‧ lang, ſchwarz, oben ſtaubgrau, flachgewölbt, auf den Decken mit Leiſten und zackigen Erhabenheiten dazwiſchen, iſt mir etlichemal auch um Bingen vorgekommen. Der Mehlkäfer oder ſogen. „Müller“(Tenebrio F. molitor L.), deſſen Larve den bekannten, glänzend gelben Mehlwurm darſtellt, iſt hier wie überall gemein, und der ſogen. Küchen käfer(Uloma Redtb. culinaris F.) iſt gleichfalls, wenn auch mehr unter todter Baumrinde, zu finden.
Von der Familie der Fadenkäfer(Cistelidae) ſind z. B. Cistela sulphurea L. auf Getreide und Gebüſchen nicht ſelten, C. picipes F., ſchwarz, mit ziegelrothen Decken, murina L., ſchwarz, mit gelhen Beinen u. a. m., von Beilkäfern(Fam. Melandrydae) z. B, Melan- drya F. caraboides L. 6“˙, ſchwarzblau, an alten Laubholzſtöcken, von Fächerfühlern(Fam. Rhipiphoridae) der zweifleckige(Rhipiphorus bimaculatus F.), von ſpringenden Stachelkäferu (FJam. Mordellidae) z. B. Mordella aculeata L., fasciata F., nigra Megl. unter anderen hervorzuheben.
Von Oel⸗ oder Maiwurmkäfern(Fam. Meloidae) finden ſich außer dem ſchwer⸗ fälligen, ſchwarzblauen, im Raſen an Hecken ꝛc.(Melöe proscarabaeus L.) auch manche andere, wie variegatus Don. s. majalis Pzr., brevicollis Pzr., limbatus F., die ſogen. Cantharide oder„ſpaniſche Fliege“(Lytta vesicatoria L.) wie überall auf Liguſter, Näglein oder jungen Eſchen in Geſellſchaften bei einander. Auch der gelbe Kronenkäfer(Cerocoma Geofr. Schaef- feri L.) kam mir einzeln in die Hände.— Von Schwellfußkäfern(Oedemeridae) ſind auf Blumen gewöhnlich Oedemera flavescens L. 4““, lurida Gyl. 3“‧, dunkel blaugrün, grau behaart, ähnlich virescens L.(cyanea F.) 5“, flavipes F., ustulata F. u. a. m.; auf Weiß⸗ dornblüthen auch der Wollkäfer(Lagria F. hirta[M. pupescens] L.).
Der Feuerkäfer(Pyrochroa F. coccinea L.) 8“‧, mit ſcharlachrothem Hals u. Decken und ſchönen, geſägten Fühlern, iſt im Wald nicht ſelten, auch die ähnlich rothen pectinicornis L. und rubens F. finden ſich. Von Schirmblumen⸗ oder Doldenkäfern(Fam. Anthicidae) kommt der mit gehörntem Halsſchild, hellroſtgelb mit ſchwarzer Binde(Anthicus Pk. s. Notoxus Geof. monoceros L.), außerdem A. s. N. antherinus L., ater Pzr. und floralis L. bei uns vor.
Die öfters erwähnte, nach der Linz'ſchen Sammlung aufgenommene Pfälzer Käfer⸗ überſicht von Dr. W. Medicus, Lehrer der Naturgeſchichte am k. Schullehrerſeminar zu Kaiſerslautern, hat von Pfälzer Käferarten im Ganzen 440 Gattungen mit 1846 Arten. Das 1844 von Spannagel aufgeſtellte Verzeichnis wurde mit ca. 100 weiteren Species oder Arten durch Subrector Frank in Annweiler vermehrt, und es unterliegt wol keinem Zweifel, daß auch mit den von Medicus angegebenen 1846 Species die ganze in der Pfalz und hier am Rhein vorhandene Käferfauna noch nicht erſchöpft ſein wird. In der Sammlung der Binger Realſchule iſt wohl manches Schätzenswerthe, doch macht dieſelbe keinen Anſpruch auf Voll⸗ ſtändigkeit. Herr Prälat Schmitt in Mainz iſt wohl derjenige, welcher am erſten in der Lage wäre, auf Grund eigener Sammlerarbeit und im eigenen Beſitz befindlicher Exemplare ein an⸗ nähernd vollſtändiges Verzeichnis unſerer rheiniſchen Käferfauna zuſammenzuſtellen, was wir nicht etwa vorſtehend verſucht haben wollen.
Januar 1879.


