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Bei dem Rechenunterricht iſt ſtreng darauf zu ſehen, daß der Schüler einen wirklichen Einblick in die ausgeführten Operationen bekommt. Er iſt ſtets dazu anzuhalten, über die von ihm gelöſte Aufgabe an der Tafel kurz und beſtimmt Rechenſchaft zu geben.
b. Allgemeine Arithmetik und Algebra, Geometrie.
Die Geometrie beginnt in Klaſſe V mit einem Anſchauungsunterricht. Im zweiten Se⸗ meſter wird mit der ſyſtematiſchen Planimetrie der Anfang gemacht. Punkt, gerade Linie, Winkel, Parallellinien und die drei erſten Kongruenzſätze.
In Klaſſe IV: Planimetrie. Ausführliche Repetition des in Klaſſe V Durchgenommenen. Die Kongruenz der gradlinigen Figuren. Sätze vom Kreis, die mit Hülfe der Kongruenz zu beweiſen ſind.
In Klaſſe III: Planimetrie. Der Kreis und die regulären Polygone. Gleichheit der Flächen. Proportionen. Aehnlichkeit.
Allgemeine Arithmetik und Algebra. Die vier Grundrechnungsarten in allgemeinen Zahlen.— Gleichungen 1. Grades mit 1 Unbekannten, Proportionen, Potenzen und Wurzeln. Ausziehen der Quadratwurzeln. Uebung im Zerlegen in Faktoren.
3 Gun Klaſſe II: Geometrie. Proportionen im Kreiſe, Kreisberechnung. Trigonometrie er Ebene.
Allgemeine Arithmetik und Algebra. Uebung im Rechnen mit Potenzen und Wur⸗ zeln. Logarithmen. Gleichungen 1. Grades mit mehreren Unbekannten. Quadratiſche Gleichungen.
In Klaſſe I: Geometrie. Löſen von trigonometriſchen Aufgaben. Schwierigere Auf⸗ gaben aus der Planimetrie. Elemente der Stereometrie.
Allgemeine Arithmetik und Algebra. Quadratiſche Gleichungen mit 1 und 2 Un⸗ bekannten. Komplexe Zahlen. Arithmetiſche und geometriſche Progreſſionen. Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung. Diophantiſche Gleichungen.
8. Naturwiſſenſchaften. Der Unterricht in den Naturwiſſenſchaften ſoll dem Schüler einen gewiſſen Schatz von Kenntniſſen überliefern, ihm Freude an der Natur beibringen und ihn beobachten und das Beobachtete geiſtig verwerthen lehren.
a. Naturgeſchichte.
Lehrziel iſt: Kenntnis der hauptſächlichſten Thier⸗ und Pflanzenformen, namentlich der einheimiſchen und für uns beſonders wichtigen; Bekanntſchaft mit den unterſcheidenden Merk⸗ malen und den hierauf begründeten Syſtemen; Kenntnis der Hauptorgane des menſchlichen, thieriſchen und Pflanzen⸗Körpers, ſowie ihrer Funktionen; Ueberblick über die wichtigſten Mine⸗ ralien und Felsarten, ſowie über deren Lagerungsverhältniſſe.— Aus der großen Fülle von Stoff iſt nur relativ Weniges herauszugreifen, dies aber eingehend zu behandeln und ſtets die Verbindung zu einem Ganzen herzuſtellen.— Ueberall iſt von der Anſchauung auszugehen.
Von Klaſſe IV an iſt ein Lehrbuch einzuführen.
Auf die einzelnen Klaſſen vertheilt ſich der Stoff in folgender Weiſe:
In Klaſſe VI wird durch Betrachtung einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Reprä⸗ ſentanten des Thier⸗ und Pflanzenreichs zunächſt das Beobachtungs⸗ und Unterſcheidungs⸗ vermögen geübt. In der Zoologie wird dabei mit den Wirbelthieren begonnen.
In Klaſſe V werden die früher behandelten und die neu hinzutretenden Repräſentanten der beiden Reiche nach ihrer Verwandtſchaft in Gruppen zuſammengeſtellt.
In Klaſſe IV und III. Syſtematiſche Ueberſicht des Thier⸗ und Pflanzenreichs. Das Wichtigſte aus der Anatomie und Phyſiologie. Kurze Betrachtung der hauptſächlichſten Organe des menſchlichen Körpers und ihrer Verrichtungen.
Das Sommerhalbjahr wird vorzugsweiſe für Botanik, das Winterhalbjahr dagegen für Zoologie benützt.
In den Klaſſen I und II Mineralogie im Anſchluß an die Chemie, die wichtigſten Fels⸗ arten und ihre Lagerungsverhältniſſe.
b. Phyſik.
Lehrziel: Kenntnis der wichtigſten phyſikaliſchen Erſcheinungen und ihrer Geſetze, mit be⸗
ſonderer Berückſichtigung der praktiſchen Anwendungen.
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