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Einige den Springkäfern naheſtehende Familien, wie Cebrionidae, Dascyllidae und Lycidae, ſind ſowohl in der Pfalz, als hier um Bingen in einzelnen Arten vertreten; von letzteren kam mir z. B. Lycus(Dictyopterus Latr.) sanguineus F., nur 3“, ſchwarz, Schildſeite und Decken blut⸗ roth, im Eichwald auf Dolden vor.
Von den Leuchtkäfern, der Fam. Lampyridae, kommt ſowohl das gemeine ſ. g. Johan⸗ niswürmchen(Lampyris noctiluca F.), als auch das kleinere und breitere L. splendidula L., all⸗ jährlich vor; ob auch die in der Pfalz und um Worms vorhandene ſtutzflüglige Art Phosphoenus hemipterus F. iſt mir noch zweifelhaft.
Von den ſchmalleibigen und weichdeckigen Warzenkäfern, der Fam. Thelephoridae(nicht nach der gewöhnlichen Orthographie Telephoridae, weil von thele Zitze!), deren ſammetartige Larven als ſ. g. Schneewürmer ſogar zur Winterszeit auf dem Schnee erſcheinen und im Herbſt über die Wege laufen, dürften alle 20 im Pfälzer Verzeichniß enthaltenen Arten auch in Bingen nicht fehlen, vor allen:
Thelephorus Latr. fuscus(Cantharis fusca L.) 7“ lang, Halsſchild rothgelb, ſchwarz punktirt, Hinterleib oben und am Rand rothgelb, die biegſamen Decken ſchwarz; überall im Gras und auf Hecken;
Th. rusticus, ähnlich, nur ſchwarze Halsmitte, auch
T. obscurus F. 5— 6“ lang, ſchwarz, rothe Ränder um Hals und Leib, ähnlich fuscus;
T. rufus L. auch gelbroth mit ſchwarzen Decken;
T. lividus L. 7““ lang, rothgelb mit ockergelben Decken, auf Dolden;
T. pallipes F. mit braungelben Decken und gelben Beinen:
T. pallidus F. ähnlich, nur mit ſchwarzrandigem Halsſchild;
T. testaceus F. mit bleigrauen Decken und Beinen;
T. melanurus F. mit roſtgelben, hinten ſchwarzen Decken;
I. lateralis Ol. mit gelbrandigen Decken;
T. dispar F. braun, rothrandiger Halsſchild, Schenkel und After roth u. ſ. f.— Leunis
gibt nicht weniger als 80 europäiſche Arten an.
Auch die verwandte Familie der Weichkäfer(Fam. Melyridae) ſtellt ihr reichliches Con⸗ tingent in der Binger Fauna, von Malachius F. z. B. M. aeneus F. 4 ½“ lang, metallgrün, Decken roth gerandet und geſpitzt, mit rothen lappigen Warzen, ähnlich, nur kleiner, M. bipustulatus F., ſodann der grüne, rothrandige M. marginellus F., ferner viridis F., rubricollis Gyll. u. a. m.; von Dasytes F. z. B. niger L., nur 1“ lang, behaart ſchwarz, als Madenlarve in Himbeeren, D. coeruleus F. 3““, ſchmal, grünblau, glänzend, behaart, auf Blumen; D. ater F. behaart, ſchwarz, D. flavipes F. ſchwärzlich behaart, Beine ziegelroth; D. s. Dolichosoma Steph. lineare F. klein, fadenförmig ſchmal, ſchwarz u. ſ. f. Medicus zählt in der Pfalz gegen 30 Arten auf.
Von der Familie der Bienenwölfe(Fam. Cleridae), deren Larven theilweiſe als ſ. g. Spaltwürmer der Bienenbrut in den Ständen verderblich werden, ſind um Bingen vorhanden:
Tillus Ol. elongatus L.(ambulans F.), ſchwarz, Hals roth, haarig, heftig beißend, an faulen Bäumen zuweilen;
T. unifasciatus F. ſchwarz, Decken mit weißer Binde und rother Baſis, ähnlich dem folgen⸗ den Ameiſenkäfer, im Holz fauler Bäume:
Thanasimus Latr. s. Clerus Geof. formicarius F. 4“, roth, Kopf und Decken ſchwarz, letz⸗ tere mit 2 weißen Binden, auf Bauholz, öfter an Fenſtern;
T. s. Cl. mutillarius F. ſchwarz, Decken mit rother Baſis und 2 weißen Binden;
T. s. quadrimaculatus F. ſchwarz, rother Thorax, 2 weiße Punkte auf jeder Decke, in Fichtenwäldern;
Trichodes F. alvearius F. 6“ und darüber, haarig, blau, Decken roth mit 8 ſchwarzen Binden und ſolchem Baſisflecken; als rothe ſtarkkieferige Larve durchbohrt ſie die Zellen beſonders der Wand⸗ oder Mauerbienen und verzehrt deren Brut. Der Käfer wie der folgende in Blumen zum Saugen vertieft, mit Händen zu greifen;
Tr. apiarius L. 5 ½“˙, dunkelblau, haarig, Decken blutroth mit 2 breiten blauen Querbinden, häufig in Blumen vertieft. Die hochrothen Larven freſſen als ſ. g.„Spaltwürmer“ und Bienen⸗ wölfe die Bienenbrut, weßhalb Bienenzüchter ihn in den Gärten von den Blumen leſen und vertilgen;
Necrobia Latr. violacea(Corynetes Hrbſt violaceus F.) etwas über 2“, violett oder grün⸗ lichblau, Decken punktirt und behaart, der Käfer im Frühling auf Aas und Blumen nicht ſelten.
Von der Familie der Bohrkäfer(Fam. Ptinidae), deren engerlingartig gerollte, ſeitwärts


